Berlakovich: Haben eine Abfallwirtschaftspolitik mit Weitblick

Umweltminister legt Fünf-Punkte-Plan für Ende des Plastiksackerls vor

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Österreich ist Weltmeister in Mülltrennung, und wir nehmen in der Abfallwirtschaftspolitik eine internationale Führungsrolle ein. Pro Jahr werden je Einwohner 116 Kilogramm Müll getrennt. 60 Prozent davon werden wiederverwertet, und inklusive der thermischen Verwertung sind es sogar 96 Prozent. Der Anteil der Plastiksacklern beträgt im gesamten Müllaufkommen lediglich 0,01 Prozent. Es kann also weder von einem Plastikchaos gesprochen, noch die sorgfältige Mülltrennung der Konsumenten in Österreich in Frage gestellt werden. Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Umweltminister DI Nikolaus Berlakovich in der Sitzung des Nationalrats.

"Wir wollen möglichst viel Müll in den Stoffkreislauf zurückführen, und Müll getrennt zu entsorgen machen wir auch aufgrund der hohen Bereitschaft der Bevölkerung", stellt der Minister klar.

In Österreich fallen derzeit zwischen 5.000 und 7.000 Tonnen Plastiksackerln an, die zur Hälfte in den Stoffkreislauf zurückgeführt und zur anderen Hälfte thermisch verwertet werden, informiert der Umweltminister. "Wir müssen aber natürlich auf Alternativen umsteigen, und dazu habe ich einen Fünf-Punkte-Plan aufgestellt, bei dem am Ende das Aus für die Plastiksackerln stehen soll. Dieser Plan sieht vor allem die Kooperation mit dem Handel und den Supermarktketten vor und beinhaltet eine EU-weite Kennzeichnungspflicht und Evaluierung bestehender Regelungen sowie mehr Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung", erklärt Berlakovich.

Derzeit werde in über 100 Filialen evaluiert, inwieweit abbaubare Sackerln von den Konsumenten angenommen werden, die im Schnitt um zehn Cent teurer sind als herkömmliche Plastiksackerln. "Für unseren Plan haben wir alle großen Supermarktketten und zu 98 Prozent den Handel mit im Boot. Wir betreiben eine Abfallwirtschaftspolitik mit Weitblick und lassen uns das hohe Mülltrennungsbewusstsein der Konsumenten von den Grünen nicht schlecht machen", schloss der Umweltminister.
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