SPÖ-Muchitsch: Es reicht, Herr Treichl!

Wien (OTS/SK) - Die Äußerungen von Erste-Chef Treichl und die darauf folgende Zustimmung einiger Top-Manager in Finanz und Wirtschaft bringen für Baugewerkschafter und Abgeordneter zum Nationalrat Josef Muchitsch das Fass zum Überlaufen.
"Schon interessant, dass sich nun von den Wirtschaftsgrößen einige zu Wort melden, welche sich durch Insolvenzen wieder erholt und durch Steuergelder und Unterstützung der Politik Firmenimperien aufgebaut haben", sagte Muchitsch am Dienstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****

Unter dem Vorzeichen der massiven Gagenerhöhungen für die Aufsichtsräte der Erste Group seien Treichls Verbal-Ausrutcher "ein Schlag ins Gesicht für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, welche letztendlich die Zeche für die Finanz- und Wirtschaftkrise bezahlt haben", so der SPÖ-Abgeordnete.

Zuerst hätten Österreichs Banken auf "Teufel komm raus" spekuliert, "dann flehen sie die Politik um Hilfe an und letztendlich dürfen wir uns danach beleidigen lassen", so Muchitsch, der die Äußerungen als niveaulos zurückweist. Damals, als Klein- und Mittelbetriebe 2009 Kredite gebraucht hätten, seien Bankmanager wie Herr Treichl untergetaucht.

"Vielleicht ist es doch zumutbar, dass die österreichischen Bankenmanager, Aufsichtsräte und Aktionäre weniger an Gagenerhöhungen und steigenden Dividenden erhalten. Die Menschen würden das sicher verstehen", betont der SPÖ-Abgeordnete. (Schluss)

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