Nationalrat - Silhavy: Frauen haben ein Anrecht auf genderspezifische Gesundheitsversorgung

Gessl-Ranftl: Gender Mainstreaming kann keine leere Phrase sein

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Nationalratsabgeordneten Heidrun Silhavy und Andrea Gessl-Ranftl haben heute, Dienstag, im Nationalrat die Bedeutung von Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen betont. Der aktuelle Frauengesundheitsbericht leiste einen wichtigen Beitrag, den speziellen Lebenssituationen und Bedürfnislagen von Frauen im Gesundheitsbereich Rechnung zu tragen. Silhavy verwies auf die wichtige, flächendeckende Bedeutung der Frauengesundheitszentren, die mit ihrem ganzheitlichen Ansatz ebenso wie der Frauengesundheitsbericht einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten. "Die Mehrfachbelastung beeinflusst die Gesundheit von Frauen in besonderem Maße und stellt ein Risiko dar. Frauen haben daher ein Anrecht auf eine genderspezifische Gesundheitsversorgung", sagte Silhavy. ****

Wichtig sei ihr zudem, so Silhavy, dem Thema Gender Budgeting mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Vor allem im Bereich der Pflege, der im Bericht ein großer Teil gewidmet ist, wirken sich Kürzungen besonders auf Frauen aus. Daher sei es wichtig in allen Politikfeldern auf frauenspezifische Auswirkungen bei der Budgeterstellung zu achten, so Silhavy.

Gessl-Ranftl betonte in ihrer Wortmeldung im Nationalrat, dass Gender Mainstreaming in der Gesundheitspolitik keine leere Phrase sein kann. "Gender-Aspekte müssen noch stärkere Berücksichtigung finden, gute Medizin muss auf das Geschlecht Rücksicht nehmen", so die Abgeordnete. Besonders wichtig sei die Sensibilisierung für frauenspezifische Krankheitsbilder, wie Essstörungen oder auch Depressionen.

Mit dem Bericht sei auch erwiesen, dass die Doppelbelastung Familie und Beruf für zahlreiche Frauen besonders schwierig ist, betonte Gessl-Ranftl. Daher sei die Beachtung unterschiedlicher Bedürfnisse im Gesundheitswesen oberstes Gebot. "Es ist ein Umdenken erforderlich. Ich bin mir sicher, dass durch diesen Bericht die Akzeptanz von Gender Mainstreaming in der Medizin erhöht wird", so Gessl-Ranftl abschließend. (Schluss) pl/up

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