Nationalrat - Stöger: Neues Wartezeitenmanagement verhindert Zwei-Klassen-Medizin

Frauengesundheitsbericht wichtige Grundlage für Gesundheitspolitik

Wien (OTS/SK) - Zum ersten Mal in der Geschichte wurde heute, Dienstag, der österreichische Frauengesundheitsbericht auch dem Nationalrat vorgestellt und dort debattiert. Gesundheitsminister Alois Stöger zeigte sich darüber erfreut und betonte, dass es besonders wichtig sei, einen genauen Blick auf frauenspezifische Bedürfnisse im Gesundheitssystem zu werfen. Der Bericht sollte aber nicht nur auf die besondere Lage von Frauen hinweisen, sondern auch zu konkreten Handlungen führen, so Stöger. Der Gesundheitsminister verwies auf zwei entscheidende Verbesserungen, die am Dienstag im Ministerrat berichtet wurden. Zum einen konnte Stöger dem Nationalrat eine Gesetzesänderung zuweisen, mit der ein transparentes Wartezeitenmanagement in allen Krankenanstalten eingeführt werden soll. "Damit können wir sicherstellen, dass eine Zwei-Klassen-Medizin nicht möglich ist, was insbesondere die Frauen stärkt", sagte Stöger. ****

Zum anderen habe der Monitoringbericht der Sozialversicherungsträger festgestellt, dass es die Bundesregierung geschafft hat, trotz Wirtschaftskrise die gute Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten und Einsparungspotentiale zu erheben, erklärte Stöger. "Wir haben sicherstellen können, dass die Einsparungen gegriffen haben. Es ist uns insgesamt gelungen, dass alle Gebietskrankenkassen im Jahr 2010 positive Ergebnisse erzielen. Damit können wir alle weiteren Maßnahmen der Gesundheitsversorgung finanzieren", sagte der Gesundheitsminister.

Zu den Erkenntnissen des Frauengesundheitsberichts sagte Stöger, dass das Gesundheitssystem auf soziodemografische Faktoren wie Alter und soziale Herkunft reagieren müsse. So müsse auf das zunehmende Alter von Frauen Rücksicht genommen werden. Weitere Ergebnisse des Berichts sind etwa, dass die häufigste Todesursache bei Frauen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Auch bei Krebserkrankungen ist der Anteil von Frauen höher, was mit Brustkrebserkrankungen zusammenhängt. Stöger will daher, als Zusatzangebot zu den bestehenden Vorsorgemaßnahmen, ein Screening-Programm für alle Frauen über 45 Jahre einführen, mit dem Frauen alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen werden. Um die Qualität der Früherkennung zu erhöhen, soll unter anderem eine zweite ärztliche Sicht bei Brustkrebs-Screenings eingeführt werden. "Wir werden in Zukunft mehr Geld für die Brustkrebsfrüherkennung ausgeben als bisher", so der Minister abschließend. (Schluss) pl/sc

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