• 17.05.2011, 13:16:39
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Nationalrat - Stöger: Neues Wartezeitenmanagement verhindert Zwei-Klassen-Medizin

Frauengesundheitsbericht wichtige Grundlage für Gesundheitspolitik

Wien (OTS/SK) - Zum ersten Mal in der Geschichte wurde heute,
Dienstag, der österreichische Frauengesundheitsbericht auch dem
Nationalrat vorgestellt und dort debattiert. Gesundheitsminister
Alois Stöger zeigte sich darüber erfreut und betonte, dass es
besonders wichtig sei, einen genauen Blick auf frauenspezifische
Bedürfnisse im Gesundheitssystem zu werfen. Der Bericht sollte aber
nicht nur auf die besondere Lage von Frauen hinweisen, sondern auch
zu konkreten Handlungen führen, so Stöger. Der Gesundheitsminister
verwies auf zwei entscheidende Verbesserungen, die am Dienstag im
Ministerrat berichtet wurden. Zum einen konnte Stöger dem Nationalrat
eine Gesetzesänderung zuweisen, mit der ein transparentes
Wartezeitenmanagement in allen Krankenanstalten eingeführt werden
soll. "Damit können wir sicherstellen, dass eine Zwei-Klassen-Medizin
nicht möglich ist, was insbesondere die Frauen stärkt", sagte Stöger.
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Zum anderen habe der Monitoringbericht der Sozialversicherungsträger
festgestellt, dass es die Bundesregierung geschafft hat, trotz
Wirtschaftskrise die gute Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten
und Einsparungspotentiale zu erheben, erklärte Stöger. "Wir haben
sicherstellen können, dass die Einsparungen gegriffen haben. Es ist
uns insgesamt gelungen, dass alle Gebietskrankenkassen im Jahr 2010
positive Ergebnisse erzielen. Damit können wir alle weiteren
Maßnahmen der Gesundheitsversorgung finanzieren", sagte der
Gesundheitsminister.

Zu den Erkenntnissen des Frauengesundheitsberichts sagte Stöger, dass
das Gesundheitssystem auf soziodemografische Faktoren wie Alter und
soziale Herkunft reagieren müsse. So müsse auf das zunehmende Alter
von Frauen Rücksicht genommen werden. Weitere Ergebnisse des Berichts
sind etwa, dass die häufigste Todesursache bei Frauen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Auch bei Krebserkrankungen ist der
Anteil von Frauen höher, was mit Brustkrebserkrankungen
zusammenhängt. Stöger will daher, als Zusatzangebot zu den
bestehenden Vorsorgemaßnahmen, ein Screening-Programm für alle Frauen
über 45 Jahre einführen, mit dem Frauen alle zwei Jahre zur
Mammografie eingeladen werden. Um die Qualität der Früherkennung zu
erhöhen, soll unter anderem eine zweite ärztliche Sicht bei
Brustkrebs-Screenings eingeführt werden. "Wir werden in Zukunft mehr
Geld für die Brustkrebsfrüherkennung ausgeben als bisher", so der
Minister abschließend. (Schluss) pl/sc

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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