Aubauer zu Frauengesundheitsbericht: Pflegende Angehörige jetzt entlasten!

Frauen-Gesundheitsbericht zeigt starke Belastung pflegender Angehöriger auf!

Wien (OTS) - "Wie der aktuelle Frauen-Gesundheitsbericht aufzeigt, sind pflegende Angehörige besonderen Belastungen ihrer Gesundheit ausgeliefert. Daher liegt unser Arbeitsauftrag klar auf der Hand: Wir müssen pflegende Angehörige dringend entlasten - denn ohne ihre aufopfernde Arbeit wäre Pflege in Österreich schon lange nicht mehr finanzierbar", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat im heutigen Plenum des Nationalrates.

Aubauer zu den konkreten Maßnahmen:

"Wir brauchen gesundheitsfördernde Maßnahmen für pflegende Angehörige und mehr Beratung und unterstützende Schulungen. Wir müssen das Angebot an Kurzzeit-Pflege, Tagesbetreuung und flexible Ersatzbetreuung an Wochenenden und Abenden massiv ausbauen. Wir müssen pflegende Angehörige noch besser finanziell absichern - sowohl sozialversicherungsrechtlich als auch durch die jährliche Teuerungsabgeltung beim Pflegegeld. Wir müssen den barriefreien Umbau der Wohnungen dringend unter Verwendung von Wohnbauförderungsgeldern fördern! Und es muss uns dringend gelingen, auch Männer stärker für die häusliche Pflege ihrer Angehörigen zu begeistern. Schließlich steigt die Erwerbsquote der Frauen weiter an und es steht nirgends geschrieben, dass diese anstrengende Aufgabe für immer und ewig nur den Frauen vorbehalten bleiben muss!"

Urlaub von der Pflege erleichtern!

"Besonders wichtig ist uns auch die Möglichkeit, von seiner Pflegeverpflichtung einmal Urlaub nehmen zu können. Zwar gibt es dazu bereits finanzielle Fördermöglichkeiten, doch erfolgen diese immer erst im Nachhinein und verursachen diese großen bürokratischen Aufwand, weswegen die für Urlaub von der Pflege zur Verfügung gestellten Geldmittel regelmäßig nicht voll ausgeschöpft werden. Hier brauchen wir ein vereinfachtes Verfahren - und zwar im Vorhinein -und aktive Beratungsangebote an die pflegenden Angehörigen", so Aubauer weiter.

"Zusätzlich sollten wir sicherstellen, dass durch mobile Hilfsangebote zumindest ein pflegefreier Tag pro Monat für die pflegenden Angehörigen kostenfrei möglich wird. Denn wer niemals Pausen macht, kann die herausfordernde Arbeit der Pflege von Angehörigen auf Dauer nicht schaffen. Außerdem muss es uns gelingen, auch Männer für die Pflege & Betreuung zu Hause zu gewinnen. Immer mehr Frauen sind berufstätig und es steht nirgendwo geschrieben, dass diese schwierige Aufgabe für immer und ewig den Frauen alleine vorbehalten bleiben muss", so Aubauer abschließend.

Einige Fakten aus dem Frauen-Gesundheitsbericht:

Laut dem aktuellen Frauen-Gesundheitsbericht leisten Frauen über 80% der Betreuung und Pflege von Familienmitgliedern, zumeist der Eltern. Dabei gilt, dass mit zunehmender Pflegestufe die Erwerbstätigkeit der pflegenden Angehörigen immer schwieriger zu realisieren ist. Und diese Frauen versorgen zugleich ihre Kernfamilien, das heißt sie stehen vor einer großen Mehrbelastung. Dies führt dazu, dass pflegende Angehörige häufiger krank werden, als die Durchschnittsbevölkerung, wobei sie am häufigsten unter Schmerzen des Stützapparates, psychischer Belastung und Überforderung leiden.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82; skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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