Jarolim/Keck: "Beste Schnitzel" - Kampagne ist Kampagne für Tierquälerei

Einschränkung von Kastenhaltung beendet das Leid von Sauen und stärkt Österreichs Landwirtschaft

Wien (OTS/SK) - Empört zeigen sich SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim und SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck über die neueste Kampagne der niederösterreichischen Schweinebauern, die mit "Das beste Schnitzel kommt aus Österreich" gegen die von Tierschutzminister Alois Stöger geplante Einschränkung der Kastenhaltung von Sauen protestieren. "Die Kastenhaltung ist eine inakzeptable Beeinträchtigung von Lebewesen. Niederösterreichs Bauern werben für Schnitzel aus dem Fleisch gequälter Tiere. Das laut ihrer Auffassung nur gequältes Fleisch gutes Fleisch sein soll, bedarf keiner weiteren Erörterung und ist an Grausamkeit kaum zu überbieten", kritisiert Jarolim am Dienstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Und auch Keck betont: "Bei der Kastenhaltung werden Sauen bis zu 365 Tage im Jahr auf engstem Raum eingepfercht, eingequetscht zwischen Metallstäben können sie sich kaum bewegen. Niederösterreichs Bauern sollten sich schämen für die Beibehaltung dieser Grausamkeit zu werben." ****

Nach dem Verbot der Käfighaltung von Hühnern setzt Alois Stöger mit der Einschränkung der Kastenhaltung nicht nur einen weiteren Schritt um Österreich tierfreundlicher zu machen, er reagiert auch auf die steigende Nachfrage der Österreicherinnen und Österreicher nach Produkten aus nachhaltiger, qualitativ hochwertiger Erzeugung, erklären die beiden SPÖ-Abgeordneten. "Österreich übernimmt somit nicht nur eine europäische Vorreiterrolle in Sachen Tierschutz, sondern kann sich auf dem europäischen Markt auch im Hochqualitätssektor positionieren, einem Markt mit hohen Wachstumsraten", sagt Jarolim, der darauf verweist, dass Österreich nach dem Verbot der Käfighaltung für Hennen mehr Eier denn je produziert und verkauft.

"Aus dem Leid und der Qual von Lebewesen Profit zu schlagen ist inakzeptabel. Auch die Österreicherinnen und Österreicher werden dieser Grausamkeit eine klare Absage erteilen", betont Keck. Die beiden SPÖ-Abgeordneten werden daher eine Informationskampagne starten um Tierschutzminister Stöger in seinem Kampf gegen die grausame Kastenhaltung zu unterstützen. "Die niederösterreichische Werbekampagne ist eine Schande für Österreichs Landwirtschaft. Das sollten sich die niederösterreichischen Schweinebauern ins Stammbuch schreiben. Landeshauptmann Erwin Pröll ist hier gefordert, sicherzustellen, dass nicht mit dem Leid von Tieren als 'Qualitätsmerkmal' Werbung und Wirtschaft gemacht werde kann. Das ist eines hochentwickelten Landes absolut unwürdig", so Jarolim und Keck unisono. (Schluss) sv/up

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006