Ärztekammer: Krankenkassen - Überschüsse sinnvoll investieren

Dorner sieht solide Basis für überfällige Strukturreform - Wawrowsky für Förderung von Gruppenpraxen und Hausarztmodell - Prävention vorrangig

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer tritt dafür ein, die Überschüsse der Krankenkassen in wichtige Verbesserungen zu investieren. Die positiven Gebarungsergebnisse der Sozialen Krankenversicherungen seien gemeinsam mit dem erforderlichen Ersatz der versicherungsfremden Leistungen durch den Bund eine "solide Basis, um längst fällige Strukturreformen in Angriff zu nehmen", sagte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, Dienstag in einer Aussendung.

Der ÖÄK-Vizepräsident und Bundeschef der niedergelassenen Ärzte, Günther Wawrowsky, sieht den beachtlichen Überschuss der Krankenkassen im Jahr 2010 im Wesentlichen als Erfolg der Kostendämpfungsbemühungen der Ärztinnen und Ärzte. Er betonte die Notwendigkeit zum Ausbau des Leistungsangebotes im niedergelassenen Bereich. Erster wesentlicher Schritt müsste lt. Wawrowsky die "konsequente Förderung von Gruppenpraxen mit erweitertem, vertieftem und spitalsentlastendem Leistungsprofil" sein. Ein zentraler Punkt ist für Wawrowsky darüber hinaus die Umsetzung eines Modells, wonach der Haus- oder Vertrauensarzt zum Lotsen der Patientinnen und Patienten wird.

Ein dringendes Anliegen sei auch der gezielte Ausbau der Gesundheitsvorsorge, um internationale Standards zu erreichen. Beide ärztliche Spitzenvertreter forderten in diesem Zusammenhang eine groß angelegte, nationale Vorsorgekampagne durch das Gesundheitsministerium und den Hauptverband der Sozialversicherungen. Ziel sei es, den Anteil der Ausgaben der Gesundheitsvorsorge auf fünf Prozent der Gesundheitskosten anzuheben. "Die Prävention ist die wertvollste Investition in die Gesundheit der Bevölkerung", so Dorner und Wawrowsky abschließend. (ms)

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