Bartenstein: Wer Ja zu Ökostrom sagt, muss Ja zur Wasserkraft sagen

ÖVP-Energiesprecher: Ökostromnovelle ist gute Grundlage für atomfreies Österreich ab 2015

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die vorliegende Novelle zum Ökostromgesetz liefert einen erheblichen Beitrag dafür, dass wir ab dem Jahr 2015 kein Atomstromimportland mehr sind und auf den Import von durchschnittlich fünf Prozent Atomstrom verzichten können. Der Ausbau der Ökostromgewinnung muss aber auch bezahlt werden und das von den Stromverbrauchern. Diese erfordern einen maßvoll und realitätsbezogen Umgang. Das sagte ÖVP-Energiesprecher Abg. Dr. Martin Bartenstein heute, Dienstag, in der Aktuellen Stunde der Grünen zum Thema "Wer Ökostrom blockiert, fördert Atomstromimporte." Bartenstein forderte in seinem Redebeitrag auch ein Bekenntnis zur Wasserkraft ein: "In Österreich ist Ökostrom zu 85 Prozent Strom aus Wasserkraft, daher:
Wer ja zu Ökostrom sagt, muss auch Ja zur Wasserkraft sagen."

"Heute bezahlt jeder Haushalt 34 Euro pro Jahr zur Ökostromförderung. Im Jahr 2015 werden es 48 Euro sein. Ich finde, diese Steigerung ist verkraftbar und zumutbar", betonte Bartenstein und erinnerte die Grünen an das überschießende deutsche Ökostrom-Modell. "Das Modell in Deutschland war immer schon zu großzügig und unsere Nachbarn haben jetzt alle Hände voll zu tun, um wieder zurückzurudern. Die deutschen Haushalte zahlen mit 120 Euro pro Jahr das Vierfache Österreichs für Ökostrom. Deutschland ist also in diesem Fall ein schlechtes Beispiel."

Österreich habe bereits vor Jahren die Energiewende vollzogen und müsse sich nicht wenden, da man bereits 70 Prozent des Stroms aus Wasserkraft gewinne, betonte der ÖVP-Energiesprecher. "Bleiben wir in der Diskussion um das Ökostromgesetz sachlich. Das gilt auch für die Photovoltaik. Lediglich 0,15 Prozent des Stroms werden nämlich aus Photovoltaik gewonnen. Photovoltaik ist eine besonders saubere Form der Energiegewinnung, mit 30 Cent pro kWh Strom aber besonders teuer und wird vor allem aus Asien importiert. Wer keinen Atomstrom und mehr Ökostrom will - und dazu stehen wir -- der muss Ja sagen zur Wasserkraft, Ja zur Biomasse und Ja zur Windkraft und nicht nur Ja zur Aufhebung des Ökostrom-Deckels", stellte Bartenstein klar und verwies im Zusammenhang mit dem Ökostromgesetz auch auf die Kosten und die Sicherheit der Arbeitsplätze: "Ökostrom darf nicht dazu führen, dass in Zukunft Stahl nicht mehr in Linz sondern in China produziert wird und das mit doppeltem CO2 Ausstoß."
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