Schittenhelm: Vorsorge ausbauen, nicht abbauen ist Gebot der Stunde im Interesse der Frauengesundheit

ÖVP-Frauensprecherin befürchtet mangelnde Brustkrebsvorsorge

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Frauen sind auch in der Gesundheit keine kleineren Männer. Sie haben Anspruch auf eine geschlechterspezifische, gerechte Sichtweise, Therapie und Diagnostik in der medizinischen Behandlung, sagte ÖVP-Frauensprecherin Abg. Dorothea Schittenhelm heute, Dienstag, in der Diskussion über den Frauengesundheitsbericht im Plenum des Nationalrates und wies mit einem Beispiel auf: künstliche Kniegelenke werden bis zu zwei Drittel von Frauen gebraucht. Die dafür verwendeten Knieimplantate beruhen allerdings auf Daten der männlichen Anatomie und werden dann einfach verkleinert. "Das bringt nicht die Qualität, die sich Frauen wünschen", so Schittenhelm.

Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen - bei Frauen besonders drastisch, riskant und Todesursache - werden bei Frauen oftmals falsch oder gar nicht diagnostiziert, weil ihre Symptome zu 85 Prozent bei Männern erforscht werden. "Hier werden Wissenschaft und Forschung an den Frauen vorbei durchgeführt", kritisiert Schittenhelm.

In der Folge kam Schittenhelm auf die Brustkrebsuntersuchungen und -vorsorge zu sprechen und bezog sich dabei auf ein von Minister Stöger geplantes Screening-Projekt, das diese Untersuchung erst für Frauen ab 50 kostenlos zur Verfügung stellen will und darüber hinaus die Zahl der Zentren für Brustuntersuchungen von derzeit 200 auf 20 reduzieren will. "Das wäre ein grober Rückschritt. Denn es macht Sinn, dass auch jüngere Frauen ihre Vorsorgeuntersuchungen machen, um rechtzeitig eine Erkrankung erkennen zu können. Und eine Reduktion der Untersuchungszentren würde vielen Frauen - vor allem im ländlichen Raum - die Möglichkeit der Untersuchung deutlich erschweren", sagte die ÖVP-Frauensprecherin. Sie verwies darauf, dass es derzeit jährlich 4.600 Neuerkrankungen an Brustkrebs und jährlich 1.500 Todesfälle durch Brustkrebs gibt. "Die Früherkennung ist bei Brustkrebs enorm wichtig. Ich habe Sorge, dass nicht weiter so vorgesorgt wird, wie das sein sollte."

"Wir müssen den Frauen den Schutz für ihre Gesundheit geben, den sie brauchen. Vorsorge ausbauen, nicht abbauen ist das Gebot der Stunde", schloss Schittenhelm.
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