AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: Die Gierigen haben nichts aus der Krise gelernt

5. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat riesige Löcher
in die staatlichen Budgets gerissen. Jene, die sie verursacht haben, beteiligen sich aber nicht an der Bewältigung der Krisenkosten. Banken und große Unternehmen verdienen schon wieder prächtig, während die Arbeitnehmer/-innen unter Einkommensverlusten, zu hohen Lohnsteuern und steigenden Preisen stöhnen.

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer zeigte sich in seinem Bericht an die AK-Vollversammlung besorgt: "Die Gier von Wenigen hat uns in die Krise geführt. Sie scheinen nichts daraus gelernt zu haben und bereichern sich schon wieder auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer." Die Beschäftigten haben schon mehrfach für die Krise gezahlt, die sie nicht verursacht haben. Jenes Geld, das zur Stützung der Banken aufgewendet wurde, fehlt den Gemeinden, im Gesundheitssystem, bei den Pensionen und im Bildungssystem.

"Darum ist es an der Zeit, dass auch Vermögende und große Unternehmen zahlen. Wenn sie aber weiter mit dem Feuer spielen und nichts zur Finanzierung des Sozialsystems beitragen, riskieren sie den sozialen Frieden und die europäische Idee", so Kalliauer.

Der Wertschöpfungsbarometer der AK zeigt, dass die Unternehmen nach wie vor prächtig an den Beschäftigten verdienen. Gleichzeitig stagnieren die Einkommen trotz leichten Aufschwungs auf dem Arbeitsmarkt, während die Preise auf Lebensmittel, Mieten und Energie enorm steigen. Daher erneuerte Präsident Kalliauer seine Forderung nach einer steuerlichen Entlastung der Arbeitnehmer/-innen, insbesondere auch der Pendler/-innen.

Einen Fortschritt sieht der AK-Präsident im Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping: "Damit wird unterkollektivvertragliche Entlohnung erstmals unter Strafe gestellt."

Für die besonders von der Krise betroffenen Jugendlichen erneuert der AK-Präsident seine Forderung nach Investitionen in die Aus- und Weiterbildung. "Wir können es uns nicht leisten, dass jedes Jahr zehn bis 15 Prozent der Jugendlichen ohne Ausbildung ins Arbeitsleben einsteigen. Hier darf nicht noch länger gezögert werden", sagt AK-Präsident Kalliauer.

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