Brustkrebsvorsorge (1): FPÖ-Initiative gegen Verschlechterung

Karlsböck: Für Stöger ist nur ein toter Patient ein guter Patient

Wien (OTS) - Eine Initiative gegen die von Gesundheitsministerium und Hauptverband geplante Verschlechterung der Brustkrebs-Vorsorge, habe die FPÖ gestartet, berichtete der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. "Wer zulässt, dass Menschen aus ökonomischen Gründen Schaden nehmen, handelt unethisch", betonte Karlsböck, "denn bei der Frauengesundheit zu sparen ist kriminell."

Kostenrechnung statt Menschlichkeit sei heute offensichtlich immer häufiger die Devise, von Teilen der österreichischen Gesundheitspolitik, kritisierte Karlsböck, der sich vehement gegen eine Umstellung des Systems bei der Brustkrebsvorsorge aussprach. "Es stellt einen massiven Eingriff in die Frauengesundheit dar, wenn Stöger die 250 Brustkrebsvorsorgeeinrichtungen auf 20 zusammenstreichen will.

Es bedürfe einer besonderen Ignoranz, auf der einen Seite die Sensibilität für Frauengesundheit erhöhen zu wollen, auf der anderen Seite das gewachsene, erfolgreiche, österreichische Brustkrebsvorsorgeprogramm gegen ein schlechteres EU Programm (EUSOMA Kriterien) tauschen zu wollen, fasste Karlsböck den Stöger-Plan zusammen. "Ein Wahnsinnsplan des Gesundheitsministers, der nach Expertenmeinung, um bis zu 600 Todesfälle mehr im Jahr bringen wird", so Karlsböck.

Offenbar sei für Stöger nur ein toter Patient, ein guter Patient, führte Karlsböck dem Minister die Auswirkungen seiner "Reform" vor Augen. "Stöger will für Frauen unter 50 Jahren sowie Frauen über 70 Jahren die Vorsorgeuntersuchung abgeschaffen! Zwar findet sich die größte Krebshäufigkeit im Alter zw.50 u 69, aber die aggressivsten Formen des Brustkrebses treten bei Frauen zw. 40 u.50 auf", kritisierte Karlsböck.

Jede neunte Frau sei einmal im Leben mit Brustkrebs konfrontiert, betonte Karlsböck. "Mit dem Stöger-Plan werden diese heimtückische Erkrankung nun weniger Frauen überleben. Ein toller Beitrag des Gesundheitsministers zur Frauengesundheit", so Karlsböck, der Stöger aufforderte von seinem Wahnsinnsplan Abstand zu nehmen.

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