Nationalrat - Heinisch-Hosek (2): Wirtschaft kann nicht auf Potential gut ausgebildeter Frauen verzichten

Weitere Themen der Fragestunde: Frauenquoten in staatsnahen Unternehmen und Verbesserungen für die Exekutive

Wien (OTS/SK) - "Die Wirtschaft wird es sich nicht leisten können, auf das Potential gut ausgebildeter Frauen zu verzichten." Das bekräftigte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag bei einer Fragestunde im Nationalrat. Thema war die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben, konkret die Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen. ****

Der Bund hat sich eine Selbstverpflichtung für höhere Frauenquoten in den Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen auferlegt. Heinisch-Hosek erläuterte: "Der entsprechende Stufenplan sieht vor, dass bis 2013 25 Prozent der Führungspositionen in staatsnahen Unternehmen mit Frauen besetzt sein sollen, bis 2018 sollen es 35 Prozent sein." Über den Fortschritt werde jährlich ein Bericht vorgelegt. Sollte sich eine Stagnation abzeichnen, werde die Ministerin "für Tempo sorgen". Um Frauen in Führungspositionen zu fördern und zu motivieren, habe sie außerdem unter www.frauenfuehren.at eine Homepage eingerichtet, die alle Netzwerke für Frauen zusammenfasst.

EU-Kommissarin Reding werbe auf EU-Ebene bei Vorstandsvorsitzenden europäischer Unternehmen für mehr Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft. Frauenministerin Heinisch-Hosek habe als ihre Partnerin in Österreich auch auf nationaler Ebene alle ATX-Unternehmen eingeladen, um für mehr Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft zu werben.

Auf die Frage nach bisher Geleistetem antwortete die Frauenministerin, dass auf Anstrengung der Bundesregierung viel erreicht wurde: "Das einkommensabhängige Kindergeld ist ein Meilenstein, dieses bietet einen guten finanziellen Anreiz." Weitere Beispiele seien das Gratis-Kindergartenjahr für alle Fünfjährigen, die gesetzlich festgelegte Einkommenstransparenz sowie die Frauenquote in staatsnahen Betrieben. Auch die Eingetragene Partnerschaft habe viel zur Gleichstellung der Menschen in Österreich beigetragen.

Zum Thema Exekutive sagte die Beamtenministerin, dass Polizisten und Polizistinnen eine wichtige Berufsgruppe im öffentlichen Dienst seien. "Dienstrechtsnovellen sorgen laufend für Verbesserungen in den einzelnen Berufsgruppen, zuletzt z.B. die Angleichung bei den Reisekosten in Ballungsräumen und am Land", so Heinisch-Hosek. Neben den 1.000 zusätzlichen Planstellen in der Exekutive bis ins Jahr 2013 sei besonders die Entlastung der Exekutive von Schreibtischtätigkeiten hervorzuheben, indem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Post und Telekom zum Verwaltungsdienst in der Exekutive transferiert werden. (Schluss) bj/sc

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