Sommerurlaub 2011: Österreicher verreisen wieder mehr

Reiselust und Urlaubsbudget steigen. Urlaubsplanung von politischen Unruhen beeinflusst. Mehrheit bucht über Internet.

Wien (OTS) - Die Urlaubslust der Österreicher steigt, die Urlaubskassen sind wieder voller, aber auch das Sicherheitsbedürfnis nimmt zu. "Diese Ergebnisse des Europ Assistance Urlaubsbarometer 2011 sind Indiz dafür, dass die Wirtschaftskrise in Österreich abgeflaut ist, die Österreicher aber aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Nordafrika und im Nahen Osten doch sehr verunsichert sind", erklärt Jean-Francois Diet, Geschäftsführer der Europ Assistance vor Journalisten in Wien. Die repräsentative Studie zur Planung des kommenden Sommerurlaubs wurde vom international tätigen Meinungsforschungsinstitut Ipsos Public Affairs in sieben europäischen Ländern mit insgesamt 3.500 Befragten durchgeführt, darunter 500 Befragte aus Österreich.

SOMMERURLAUBE WIEDER BELIEBTER
64% aller Österreicher geben an, in diesem Jahr mindestens eine Reise anzutreten. 22% planen sogar mindestens ein zweites Mal zu verreisen. Damit wurden die höchsten Werte erreicht, seit diese abgefragt werden. Im europäischen Vergleich liegen die Österreicher dennoch im Mittelfeld, denn die Italiener (78%) und Franzosen (68%) legen weit mehr Wert auf einen Urlaub abseits der eigenen vier Wände. Die Deutschen (60%), Belgier (61%) und Engländer (61%) belegen in diesem Jahr die hinteren Ränge. Erstaunlich ist, dass trotz den anhaltenden Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Spanien und Italien vor allem dort ein massiver Zuwachs an Reisebuchungen zu verzeichnen ist. Auch die Anzahl der Personen, die angaben öfters zu verreisen, stieg bei den Spaniern von 13% (2010) auf 26% (2011) und bei den Italienern sogar von 25% (2010) auf 37% (2011).

55 PROZENT BUCHEN ÜBER INTERNET
Konstant und bedacht geben sich die Österreicher bei der Vorbereitung des Urlaubs: 77% planen den Sommerurlaub lange im Voraus, nur 22% entscheiden sich kurzfristig. Während sich 71% der Österreicher ihre Reise selbst zusammenstellen, buchen 28% eine Pauschalreise. Diese Werte haben sich in den letzten Jahren kaum geändert - im Gegensatz zur Entwicklung bei der Online-Buchung: Erstmals bucht die Mehrheit der Österreicher ihren Sommerurlaub mittels Internet (55% gegenüber 48% im Vorjahr) und liegt damit im europäischen Schnitt (57%). Nur mehr ein Drittel der Urlauber buchen im Reisebüro, während sich 17% für eine Direktbuchung bei der Fluglinie oder vor Ort im Hotel entscheiden.
Das durchschnittliche Urlaubsbudget der Österreicher für den kommenden Sommerurlaub ist um 67 Euro auf 2.345 Euro gestiegen. Prall gefüllt ist die Urlaubskasse der Belgier mit 2.605 Euro, während sich bei den Spaniern doch die angespannte Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit in der Urlaubskasse mit durchschnittlich 1.789 Euro bemerkbar machen.

SICHERHEITSBEDÜRFNIS GESTIEGEN
Große Veränderungen gegenüber den vergangenen Jahren haben sich in Österreich bei den Entscheidungsfaktoren bei der Wahl der Urlaubsdestination gezeigt. Das Risiko von terroristischen Anschlägen spielt für 53% der Österreicher eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Urlaubsortes (2010: 45%). Am deutlichsten gestiegen ist die Sorge vor politischen Unruhen: Für jeden zweiten Österreicher (2010: 39%) haben Ereignisse wie die Unruhen in Tunesien oder Ägypten einen wichtigen Einfluss auf die Urlaubsentscheidung - das sind um 11%-Punkte mehr als im Vorjahr. Europaweit beschäftigten diese Unruhen nur 33% der Befragten. Die Österreicher achten auch mehr als die Bürger anderer Länder auf mögliche Naturkatastrophen: 35% (2010:
26%) beschäftigt dieses Risiko, während dies im restlichen Europa nur auf 27% der Urlaubsplanenden zutrifft.

URLAUBSZIEL NUMMER 1 BLEIBT EUROPA UND DAS MEER
82% der Österreicher (2010: 87%) urlauben im Sommer in Europa, wobei sowohl das Heimatland (20% nach 34% im Vorjahr) als auch Westeuropa (31% nach 45% im Vorjahr) als Urlaubsdestination verloren haben, hingegen Südeuropa stark gewonnen hat: 52% der Österreicher wollen heuer in Südeuropa Urlaub machen (2010: 45%), europaweit sind es 43%. Jeweils drei Prozent der Österreicher planen einen Urlaub in Amerika, Asien oder Afrika.
Knapp zwei Drittel der Österreicher (65% nach 60% im Vorjahr) wollen diesen Sommer ans Meer. 21% der Österreicher (2010: 23%) zieht es in die Berge, und 18% planen eine Städtereise.
Erholung steht für die Österreicher bei ihrem Sommerurlaub ganz oben:
Etwas weniger als im Vorjahr, aber immer noch 60% haben das Bedürfnis nach Gemütlichkeit und wollen entspannen (2010: 64%), während sich 38% (2010: 34%) für Neues interessieren, steht Sport nur bei 8% auf der Prioritätenliste.

SORGE UND VORSORGE NEHMEN ZU
Die Österreicher sorgen sich heuer tendenziell mehr als im vergangenen Jahr, dass im Urlaub ein Unglück passieren könnte, etwa dass ein Mitreisender gesundheitliche Probleme bekommen würde (47% nach 41% im Vorjahr) bzw. ein Angehöriger zu Hause erkranken könne (40% nach 37%). 39% der Österreicher fürchten einen Verkehrsunfall (2010: 28%) und auch die Angst vor Verlust oder Diebstahl ist für 35% der Urlauber ein Thema (2010: 28%).

"Bei den Österreichern ist aber nicht nur das Sicherheitsbedürfnis gestiegen, die Österreicher haben heuer auch eine bessere Vorsorge getroffen, als in den vergangenen Jahren", kommentiert Diet die Ergebnisse. Diet: "Europ Assistance führt diese Studie bereits seit elf Jahren durch und stets lagen die Österreicher bei der Abdeckung möglicher Risken mittels Versicherungs- und Notfalldienstleistungen hinter dem Europaschnitt, obwohl ein großes Sicherheitsbedürfnis bestand. Hier hat sich im letzten Jahr sehr viel getan, was ich unter anderem auf ein enorm gestiegenes Bewusstsein über mögliche Gefahren im Urlaub zurückführe."

So geben heuer fast doppelt so viele Österreicher wie noch im Vorjahr (62% versus 33%) an, Vorsorge für mögliche Probleme zu Hause zu treffen. Gegen gesundheitliche Probleme während der Reise sorgen 59% vor (2010: 49%) und 55% sind bei möglichen KFZ-Pannen geschützt. 31% haben einen Reiseschutz über das Reisebüro abgeschlossen und 56% entscheiden sich für die Versicherung bzw. den Notfalldienstleister ihres Vertrauens.

Die vollständige Studie kann kostenfrei bezogen werden unter:
www.europ-assistance.at/B2B/Presse/Urlaubsbarometer.php

Rückfragen & Kontakt:

DI Jürgen Unterweger, Europ Assistance Ges.m.b.H.
Tel: +43 (1) 319 55 70-6278
E-Mail: juergen_unterweger@europ-assistance.at
Web: www.europ-assistance.at

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