Parlamentarische Initiative gegen Verschlechterung bei Brustkrebsvorsorge

FPK-Strutz bringt Antrag im Parlament ein

Klagenfurt (OTS) - Heftigen Protest übte heute der freiheitliche Abgeordnete Martin Strutz im Parlament gegen die Pläne des Gesundheitsministers, die Brustkrebsvorsorge neu zu ordnen. So sollten nach Plänen von Gesundheitsminister Stöger nur mehr Frauen zwischen 50 und 70 in ein neues Screening-Programm einbezogen werden. Für ältere und jüngere Frauen wäre demnach keine Vorsorge mehr geplant. Überdies sollten nur die Mammographie, nicht aber die in vielen Fällen notwendigen ergänzenden Ultraschalluntersuchungen sowie Tastbefunde zugelassen und bezahlt werden.

Zahlreiche Radiologen und Fachärzte, vor allem im ländlichen Bereich, wären nach den Plänen Stögers von der Brustkrebsvorsorge ausgeschlossen. Strutz: "Es handelt sich um eine typische EU-Aktion. Alles zentralisieren und über einen Kamm scheren. Dabei wird nicht beachtet, dass Österreich bereits einen hohen Standard bei der Brustkrebsvorsorge hat. Wir werden mit anderen Ländern, die dabei weit zurückhinken in einen Topf geworfen. Was für Bulgarien ein Fortschritt ist, wäre für Österreich gesundheitspolitisch ein enormer Rückschritt."

Strutz brachte deshalb heute im Parlament einen Antrag für die Behandlung im Gesundheitsausschuss ein, der vorsieht, dass die jetzige bewährte Praxis der Brustkrebsvorsorge beibehalten werden muss. Das heißt, dass regelmäßige Untersuchungen für Frauen ab 40 Jahren und nach oben ohne Altersgrenze durchgeführt werden. "Das Mammographie-Screening darf nicht als Maßnahme zur bloßen Kostenreduktion dienen. Es ist gesundheitspolitisch unverantwortlich im Vorsorgebereich zu sparen. Das bedeutet mehr Folgekosten und mehr Todesfälle", warnt Strutz.

Strutz sprach sich für die freie Arztwahl unter Berücksichtigung von Qualitätsvorgaben aus, denn das Vertrauensverhältnis der Patientinnen zu Brustspezialisten muss uneingeschränkt bleiben. "Jede Frau, die an Brustkrebs stirbt, ist eine zu viel. Deshalb ist es der völlig falsche Weg, bei der Vorsorge zu sparen. Hier gibt es wirklich andere Möglichkeiten", sagte Strutz abschließend.

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