Nationalrat - Heinisch-Hosek (1): Einkommenstransparenz ist Meilenstein zu mehr Einkommensgerechtigkeit

Anstoßfinanzierung für Kinderbetreuung "so schnell wie möglich fortsetzen"

Wien (OTS/SK) - Bei der Fragestunde heute, Dienstag, im
Nationalrat betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, dass die gesetzliche Verankerung der Einkommenstransparenz ein Meilenstein zu mehr Einkommensgerechtigkeit ist. Und um die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen weiter zu schließen, muss es bei Stelleninseraten ab sofort den Hinweis auf den Kollektivvertrag und mögliche Überzahlung geben. Zudem solle es ab Herbst einen Gehaltsrechner geben, der Frauen darüber informiert, was sie in einem bestimmten Job verdienen können. Außerdem müsse dafür gesorgt werden, dass mehr Frauen Vollzeit arbeiten, sagte die Ministerin. Die Frauenministerin bekräftigte zudem, dass die Anstoßfinanzierung des Bundes für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen "so schnell wie möglich fortgesetzt" werden soll - möglichst noch heuer im Sommer. Klar sei aber: " Das muss mit dem Koalitionspartner gemeinsam verhandelt werden." ****

Die Frauenministerin betonte auch, dass Mädchen motiviert werden müssen, technische Berufe zu ergreifen. Zudem seien die Bedingungen für Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg zu verbessern. Weiters gelte es, mehr Frauen in Spitzenpositionen zu bringen. Die Frauenministerin unterstrich darüber hinaus, dass jenes Geld, das bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten nicht abgeholt wird, für Investitionen in Krippenplätze verwendet werden sollte. Bei der Anstoßfinanzierung sei keine Zeit zu verlieren, da sonst die Bundesländer und Gemeinden Planungssicherheit verlieren. In Sachen Väterkarenz sagte Heinisch-Hosek, dass es ihr Ziel sei, dass 20 Prozent der Väter in Karenz gehen.

Als Beamtenministerin betonte Heinisch-Hosek, dass nach dem Abbau von Polizistinnen und Polizisten unter Schwarz-Blau die Regierung Faymann bis 2013 1.000 Polizistinnen und Polizisten neu aufnehmen wird. Dies sei "voll im Laufen". Zum Thema Dienst- und Besoldungsrecht im Öffentlichen Dienst bekräftigte die Ministerin, dass die Verhandlungen bezüglich eines neuen Dienst- und Besoldungsrechts für die größte Gruppe, die Lehrerinnen und Lehrer, bereits begonnen haben. Bei Vorliegen von Signalen zur Finanzierung könnten Schritt für Schritt alle Bediensteten im Öffentlichen Dienst mit Verhandlungen für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht erfasst werden, ergänzte die Beamtenministerin. (Forts.) mb/up

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