Zum Zuschauen verdammt (von Daniela Gross)

Ausgabe 14. Mai 2011

Klagenfurt (OTS) - Eine Interessenvertretung ist nur so stark, wie die Menge ihrer Unterstützer. Nur vier von zehn Studenten haben bei der letzten ÖH-Wahl ein Kreuzerl gemacht. Damit wurde sogar der Negativrekord der vorangegangenen Wahl übertroffen. Gelingt es der Hochschülerschaft auch diesmal nicht, ihre eigenen Leute zu mobilisieren, wird ihr Stand gegenüber der Politik sicher kein leichter sein. Jetzt, wo die Ausbildung das Zukunftskriterium schlechthin ist, bedarf es einer stimmgewaltigen Vertretung, doch die ÖH wird immer leiser statt lauter. Mit welcher Legitimation will sie dann künftig versuchen, die Politik beim Kampf um ihre Interessen in die Knie zu zwingen? Die Demokratie stünde ohne starke Interessenvertreter auf wackeligen Beinen - und die ÖH führt sich damit langsam aber sicher ad absurdum. Anstatt mitzugestalten, wäre sie zum Zuschauen verdammt.

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