Mitterlehner: Ökostrom-Novelle forciert Ausbau Erneuerbarer Energien

Wirtschafts- und Energieminister: Österreich ist schon jetzt europaweit Spitzenreiter bei Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien - Anlagenbetreiber nehmen heuer 600 Millionen Euro ein

Wien (OTS/BMWFJ) - "Die Bedenken der Ökostrom-Branche, dass wir
den Ausbau der Erneuerbaren Energien durch unsere Gesetzesnovelle nicht forcieren, sind völlig unbegründet", sagt Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner angesichts des heute veröffentlichten Offenen Briefes der Branche. "Wir können sogar spätestens ab 2015 auf Atomstromimporte verzichten", so Mitterlehner. "Die aktuellen Einspeisetarife und auch die für den Abbau der Warteliste angebotenen Tarife liegen deutlich über denen von Deutschland und anderer Länder."

Österreich ist mit einem Anteil von fast 70 Prozent aus Erneuerbarer Energie am gesamten Stromverbrauch Europas Spitzenreiter. Der europäische Durchschnitt liegt hier bei rund 17 Prozent, so wie auch in Deutschland. "Wir haben die Energiewende längst vollzogen und sind auf dem richtigen Weg. Alle anderen Staaten haben deutlichen Aufholbedarf", so Mitterlehner. "Daher empfehlen wir der Branche, sich die Fakten anzuschauen und ihre Kritik mit Berechnungen zu unterlegen", sagt Mitterlehner.

Die Ökostrom-Betreiber nehmen heuer 600 Millionen Euro durch den Stromverkauf aus ihren Anlagen ein. Sie bekommen von den Unternehmen und Haushalten durch die Förderung die Investitionskosten gänzlich ersetzt und noch dazu für 13 Jahre eine garantierte Rendite von jährlich mindestens sechs Prozent. Da die Komponenten für Anlagen immer günstiger werden, müssen auch die Einspeisetarife angepasst werden. "Sonst zahlen die Stromverbraucher unnötig, und die Technologie wird wegen der komfortablen Situation nicht weiter entwickelt", bekräftigt Mitterlehner.

"In wenigen Jahren wird die Technologie sich so verbessert haben, dass der Ökostromausbau günstiger und schneller möglich ist. Es ist daher falsch, jetzt eine Torschlusspanik zu entwickeln und später wegen der schon hohen finanziellen Belastung der Stromverbraucher keinen Spielraum für Förderungen mehr zu haben", so Mitterlehner abschließend.

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