EANS-Zwischenmitteilung: GARANT SCHUH + MODE AG / Zwischenmitteilung

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GARANT Gruppe
Zwischenmitteilung zum 31. März 2011

Branchenentwicklung
Die lang anhaltenden winterlichen Temperaturen führten zwar zu einer Lagerräumung der Winterware, bedeuteten aber auch, dass Frühlingsware in den ersten drei Monaten kaum gefragt war. Somit hat für den selbständigen Schuhfachhandel das Jahr 2011 mit Umsatzeinbußen begonnen.

Die Umsatzentwicklung für den Schuhfachhandel im GARANT Verbund in wesentlichen Märkten Europas im Vergleich zum Vorjahr:

|Deutschland |-7,8 Prozent| |Niederlande |0,5 Prozent | |Schweiz |-2,9 Prozent| |Belgien |0,6 Prozent | |Österreich |-3,3 Prozent| |Frankreich |-1,6 Prozent|

Quelle: Erhebungen der Niederlassungen zum 31. März 2011

Geschäftsverlauf und wesentliche Geschäftsvorfälle
In den ersten Monaten des Jahres profitieren die Fachhändler innerhalb der GARANT Gruppe von neuen Leistungen, die im Verbund mit der ANWR GROUP angeboten werden. Vor allem in Österreich, Frankreich und den Niederlanden werden die Angebote der ANWR und GARANT Ländergesellschaften gebündelt. Warenprogramme und Marketingaktionen können durch die größeren Einheiten deutlich wirtschaftlicher angeboten werden und haben so positive Auswirkungen auf die Leistungen der Ländergesellschaften. Langfristig positiv wirkt sich auch die Ausweitung des Lieferantenportfolios durch international bedeutende Hersteller aus. In Deutschland wurden alle Leistungen für die GARANT Fachhändler in der neuen Gesellschaft, der GARANT Schuh + Mode Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf, gebündelt.

Seit 1. Januar 2011 wickelt die DZB BANK GmbH die Zentralregulierung im Auftrag der GARANT Gesellschaften ab. In diesem Zusammenhang hat sie die Delkrederehaftung im Innenverhältnis gegenüber GARANT übernommen. Die Haftungsbeteiligung von GARANT ist auf 3 Mio. EUR beschränkt. Die DZB BANK GmbH übernimmt die Finanzierungsfunktion für die Forderungen aus der Zentralregulierung, weshalb die bis Ende 2010 bestehenden Finanzierungen über ABS (Assets Backed Securities) und Konsortialdarlehen abgelöst wurden.

Die Schweizer Tochtergesellschaft Fair Play International Sports AG ist zum 1. Januar 2011 auf die ESGE GARANT AG, Spreitenbach/Schweiz, verschmolzen worden. Durch die Übernahme sollen Synergieeffekte realisiert werden.

Zentralregulierung und fachhandelsnahe Dienstleistungen

Fachhändler
Ende März 2011 arbeiteten die Gesellschaften der GARANT Gruppe für 3.541 Fachhändler (31. März 2010: 3.480), zum Jahresbeginn 2011 waren es 3.556. 51 Fachhändler haben sich der Gruppe seither neu angeschlossen, während in 66 Fällen die Geschäftsbeziehungen beendet wurden. Die Fachhändler sind an 5.343 Standorten mit Fachgeschäften vertreten (31. März 2010: 5.307).

Zentralregulierung
Positiv auf die Entwicklung des Zentralregulierungsvolumens wirkten sich die guten Abverkäufe der letzten Sommersaison aus, so dass die Lager mit aktueller Ware gefüllt werden müssen. Neue Zentralregulierungsverträge mit leistungsstarken Lieferanten und Herstellern begünstigten die Steigerung zudem, werden sich aber vor allem langfristig auswirken. Das Zentralregulierungsvolumen stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,6 Prozent auf 246,6 Mio. EUR an. Der internationale Anteil an der Zentralregulierung belief sich Ende März 2011 auf 75,6 Prozent.

| |1. Januar bis 31.|1. Januar bis 31.|Veränderung | | |März 2011 |März 2010 | | | |in Mio. |Anteil |in Mio. |Anteil |in Mio. |in % | | |EUR |in % |EUR |in % |EUR | | |Deutschland |60,1 |24,4 |62,0 |26,1 |-1,9 |-1,8 | |Niederlande |64,8 |26,3 |66,0 |27,7 |-1,2 |-3,1 | |Belgien |55,1 |22,4 |52,8 |22,2 |2,3 |4,4 | |Frankreich |28,0 |11,4 |20,4 |8,6 |7,6 |37,1 | |Schweiz |15,4 |6,2 |14,7 |6,2 |0,7 |4,5 | |Österreich |8,0 |3,3 |7,8 |3,3 |0,3 |3,3 | |Osteuropa |8,7 |3,5 |7,6 |3,2 |1,2 |19,8 | |Skandinavien|5,1 |2,1 |5,5 |2,3 |0,2 |3,6 | |Übrige |1,4 |0,6 |1,2 |0,4 |0,2 |15,7 | |Gesamt |246,6 |100,0 |238,0 |100,0 |8,6 |3,6 | * Aufgrund geänderter interner Berechnungen weichen die Vorjahreszahlen von

denen in der Vorjahresmitteilung veröffentlichten ab.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Vermögenslage hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 durch die Übertragung der technischen Abwicklung der Zentralregulierung und der Delkredereübernahme auf die DZB BANK GmbH ab dem 1. Januar 2011 strukturell verändert. Dadurch haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich reduziert. Korrespondierend dazu verminderten sich durch den Übergang der Finanzierungsverpflichtung auf die DZB BANK GmbH die finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere durch die vollständige Rückführung der Beträge hinsichtlich des Konsortialkreditvertrags und des ABS-Vertrags. Die Umstrukturierungen haben eine Reduzierung der Bilanzsumme von 118,7 Mio. EUR auf 40,3 Mio. EUR zur Folge. Dies hat einen positiven Einfluss auf die Eigenkapitalquote.

Die Finanzierung des Sach- und Finanzanlagevermögens ist durch das Eigenkapital und langfristige Absprachen mit Kreditinstituten sichergestellt.

Die Umsatzerlöse liegen mit 16,8 Mio. EUR um 3,4 Prozent unter Vorjahresniveau (1. Quartal 2010: 17,4 Mio. EUR). Während die Umsätze aus Zentralregulierung leicht gesteigert werden konnten, nahmen die Warenumsätze und die übrigen Leistungen ab. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ist wegen der Delkredereübernahme der DZB BANK GmbH und den daraus resultierenden Materialaufwendungen nicht mehr mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar. Der Rückgang des Rohertrags auf 7,2 Mio. EUR (1. Quartal 2010: 9,6 Mio. EUR) wird kompensiert durch deutlich reduzierte sonstige betriebliche Aufwendungen. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Wertberichtigungen auf Forderungen.

Das Zinsergebnis verbesserte sich um 0,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und profitierte dabei vom weiterhin allgemein niedrigen Zinsniveau. Hauptursächlich für die Steigerung sind die Rückführungen des Konsortialkredits sowie der ABS-Finanzierung und die damit eingesparten Zinsaufwendungen.

Ausblick
Zum heutigen Zeitpunkt geht die GARANT Gruppe für das Geschäftsjahr 2011 von einem leicht steigendem Zentralregulierungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr aus. Korrespondierend dazu entwickeln sich die Umsatzerlöse. Der Vorstand plant mit einem positiven Ergebnis vor Steuern, welches unterhalb des Niveaus des Vorjahres liegen wird.

Düsseldorf, den 13. Mai 2011

Der Vorstand

Robert Natter Matthias Grevener Frank Schuffelen

Ende der Mitteilung euro adhoc

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