AK zu Post: Postchef soll sich aus Eigentümer-Entscheidungen heraushalten

Klare Absage an weitere Privatisierungswünsche / Beschäftigungsabbau und Filialschließungen stehen hohen Dividenden gegenüber

Wien (OTS) - AK Präsident Herbert Tumpel hat weiteren Privatisierungswünschen bei der Post eine klare Absage erteilt. Postchef Georg Pölzl hatte heute erklärt, er würde weitere Privatisierungen begrüßen. "Die Entscheidung über eine weitere Privatisierung ist Sache des Eigentümers. Da hat sich der Post-Chef herauszuhalten", so Tumpel. Für ihn ist das heute verkündete Post-Ergebnis kein Grund zum Feiern. "Wenn gleichzeitig der Abbau von 895 Beschäftigten als Erfolg verkauft wird, wenn gleich-zeitig weiterer Stellenabbau angekündigt wird, ist keine Feierlaune angebracht", sagt Tumpel. Auch die angekündigte weitere Schließung von Postfilialen lehnt die AK ab. Die Postkunden und Postkundinnen müssen weiterhin eine flächendeckende und zuverlässige Versorgung mit Post-Dienstleistungen haben. Einerseits Personalabbau und Filialschließung, andererseits hohe Dividendenausschüttungen an die Aktionäre: Die Gewinne der Post fließen fast 1:1 in die Taschen der Aktionäre: So erzielte die Post im Jahr 2010 einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 118 Millionen Euro, davon flossen Ausschüttungen von rund 108 Millionen Euro an die Aktionäre. Das sind über 90 Prozent. Geld, das gut im eigenen Unternehmen investiert, besser angelegt wäre, so Tumpel.

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