Leitl: "Reformschritte trotz positiver Konjunkturaussichten nicht vergessen"

Frühjahrsprognose der EU-Kommission: Deutlich verbesserte Wachstumsaussichten für Österreich und die Europäische Union

Wien (OTS/PWK341) - Die Unternehmen in Österreich treiben die Dynamik der heimischen Wirtschaftsentwicklung stark voran: Die heute veröffentlichte Frühjahrsprognose 2011 der Europäischen Kommission prognostiziert für das österreichische BIP einen Anstieg um 2,4 Prozent für 2011 und belegt somit den Aufschwung deutlich. "Die verbesserten Aussichten für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr für Europa und für Österreich sind äußerst positiv. Der Bericht zur Prognose macht aber auch deutlich: Wir dürfen uns nicht beruhigt zurücklehnen. Zu den bereits bestehenden Risiken sind durch die jüngsten weltpolitischen Entwicklungen (Nordafrika, Japan) noch neue Risiken hinzugekommen", kommentierte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl.

Wachstum brauche heute und in Zukunft die richtigen Rahmenbedingungen: "Die Zukunft liegt in der Innovation und Kreativität. Wir haben Herausforderungen, aber wir haben auch Talente und Begabungen. Diese müssen entsprechend gefördert werden. Zielgerichtete Reformvorschläge der Sozialpartner liegen bereits auf dem Tisch und müssen von den Verantwortlichen jetzt zügig umgesetzt werden", betonte Leitl. Dringend notwendige Reformen in den Bereichen Bereich Bildung, Gesundheit, Verwaltung und Pensionen müssten nun so rasch wie möglich angegangen und systematisch umgesetzt werden. Um den prognostizierten Wachstumsrückgang im Jahr 2012 in Österreich zu vermeiden, müsse gelten: Erneuern, um zu wachsen. "Die notwendigen Reformschritte dürfen keinesfalls aufgrund der nun besseren Wachstumsaussichten weiter in die Zukunft verschoben werden. Oberstes Ziel muss die Sicherung und der weitere Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich bleiben", forderte der WKÖ-Präsident.

Die EU-Kommission hebt ihre Prognose für die gesamte EU in der Frühjahrsprognose (verglichen mit der Herbstprognose): Das erwartete BIP-Wachstum für die EU beträgt für 2011 demnach 1,8 Prozent, für das Jahr 2012 1,9 Prozent. Die besseren Aussichten resultieren aus der günstigen Entwicklung der Weltwirtschaft und dem insgesamt positiven Wirtschaftsklima in der EU. Für die Eurozone beträgt die aktuelle Schätzung 1,6 Prozent und für 2012 1,8 Prozent. (FA)

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