Maier: Sicher Bergwandern in Österreich: Alpinunfälle 2010 deutlich gestiegen!

Naturfreunde: Tipps zur Unfallvermeidung und Unfallvorbeugung am Berg

Wien (OTS/SK) - Wandern ist bei den Sommerurlaubern in Österreich unangefochten auf Platz eins der Urlaubsaktivitäten. Dennoch lauern am Berg auch einige Gefahren: 2010 wurden über 7.000 Alpinunfälle gezählt, es gab 6.577 Verletzte und 276 Menschen wurden getötet. Zum Vergleich die Schweiz: Dort gab es 2010 173 tödliche Alpinunfälle. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag gab SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Nationalratsabgeordneter Johann Maier gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Naturfreunde der Stadt Salzburg und SPÖ-Gemeinderat Wolfgang Gallei Tipps zur Unfallvermeidung und Unfallvorbeugung und präsentierte aktuelles Zahlenmaterial zu Alpinunfällen. "Die Attraktivität des Sommerurlaubs und der Naturentdeckung in Österreich soll noch weiter gesteigert werden. Sicherheit am Berg leistet dazu einen wesentlichen Beitrag", so Maier. ****

Jeder zweite Sommerurlauber ist häufig oder gelegentlich als Wanderer unterwegs. "Wandern zählt zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten der Österreich-Urlauber, für über 40 Prozent der Gäste war Wandern laut einer Studie der Österreich-Werbung ein Hauptmotiv für den Österreichurlaub", betonte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher. Gerade für Wanderurlauber ist das Haupturlaubsmotiv "in der Natur sein" und "aktiv/sportlich sein", wie Zahlen der Österreich-Werbung ergeben haben. 40 Prozent der Sommerurlauber kommen aus Deutschland, 27 Prozent aus Österreich. Österreichs Landschaft und Natur sind für 87 Prozent der Wanderurlauber entscheidend für die Destinationsauswahl.

Die Sicherheit am Berg sei jedoch eine wesentliche Voraussetzung für einen gelungenen Berg- und Wanderurlaub, führte Maier weiter aus, der aktuelles Zahlenmaterial aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung zu Unfällen bei alpinen Sportarten präsentierte. Unter alpine Sportarten fallen Wandern und Bergsteigen, Skifahren und andere Bergsportarten wie Klettern oder Rafting.

Insgesamt wurden 2010 7.165 Alpinunfälle gezählt (2009:6.560), 6.577 Personen wurden verletzt (2009: 5.909 Verletzte) und 276 getötet (2009: 259), davon 238 Männer und 38 Frauen. Diese Zahlen sind somit gegenüber dem Jahr 2009 stark gestiegen. 4.038 verletzte Personen waren Urlauber aus dem Ausland. Information und Aufklärung über alpine Gefahren ist für diese Urlauber - die möglicherweise auch Risikosportarten ausüben - absolut notwendig. Reiseveranstalter und die österreichischen Tourismusregionen sind hier gefordert, so der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Maier.

Mit dem Alter steigt auch das Risiko, besonders gefährdet sind Personen zwischen 61 und 70 Jahren. Eine große Gefahr ist hier Herz-Kreislaufversagen. Die häufigste Unfallursache ist "Sturz, Stolpern, Ausgleiten". Besonders gefährliche Sportarten sind Mountainbiking mit 273 Unfällen und 253 verletzten Personen und 8 Todesopfern und Gleitschirmfliegen mit 147 Unfällen und 107 verletzten Personen und 3 Todesopfern im Jahr 2010. Ein besonderes Problem sind nach Informationen des Innenministeriums die jährlich 400 bis 550 Abgängigkeitsanzeigen nach Vermissten im alpinen Gelände. Detaillierte Daten zu den einzelnen Sportarten und Vorjahren finden sich in der Anfragebeantwortung:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_07513/imfname_211724.p
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Maier und Gallei präsentierten auf einer Pressekonferenz auch konkrete Tipps zur Unfallvermeidung und Unfallvorbeugung am Berg. "Besonders wichtig ist es, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen, die Ausrüstung auf die Gegebenheiten abzustimmen und die Route sorgfältig zu planen", so die beiden SPÖ-Politiker. Vorzuziehen sei auch eine Wanderung in Gruppen, jedenfalls sollte die Tour zuvor bekannt gegeben werden. Als besonderes Service der Naturfreunde wurde ein SOS-Button für iPhones präsentiert. Hierbei werden durch Berühren des Buttons der Notruf 112 gewählt und die Koordinaten des Standortes durchgegeben. Eine gute Möglichkeit, um für den Unglücksfall vorzusorgen, bietet darüber hinaus das Naturfreunde-Freizeit-Unfallservice. (Schluss) bj/sas/mp

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