WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Österreichs Wirtschaft floriert trotz dieser Regierungspolitik!

"Eine einheitliche Lohnabgabe und Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalbildung sind überfällig - genauso wie die Senkung der Lohnnebenkosten und die Abschaffung der Werbeabgabe."

Wien (OTS) - "Österreich Wirtschaft floriert - noch und trotz der Regierungspolitik. Um das Wachstum - und damit Arbeitsplätze - zu sichern, muss die große Koalition längst überfällige Reformschritte setzen. Dazu gehören vor allem eine Struktur- und Verwaltungsreform, Vereinfachungen im Steuersystem und Entlastungen", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zur Wifo-Schnelleinschätzung.

Die vor kurzem veröffentlichen Österreich-Ergebnisse der Studie "Paying Taxes 2011" würden der Wirtschafts- und Finanzpolitik von Rot und Schwarz einen Spiegel vorhalten. "Was dort zu erkennen ist, ergibt ein unschönes Bild: Eine hohe Gesamtsteuerrate, hohe Administrations-Kosten und ein extremer Zeitaufwand für die heimischen Unternehmen lassen Österreich weltweit auf den hinteren Plätzen des Standort-Rankings landen", so Amann. So liegt laut Studie die Gesamtsteuerrate eines Beispielunternehmens bei 55,5 Prozent -EU-Durchschnitt: 47,8 Prozent -, davon seien 34 Prozent nur Lohnnebenkosten. "Und zusätzlich muss ein heimischer Unternehmer im Schnitt einen Monat im Jahr Gratis-Arbeit für den administrativen Aufwand für die Steuer leisten", so Amann.

Die Schlussfolgerungen der Studie würden jedenfalls jahrelange RfW-Forderungen vollinhaltlich bestätigen. "Eine einheitliche Lohnabgabe und Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalbildung der heimischen KMUs sind überfällig - genauso wie eine Senkung der Lohnnebenkosten", so Amann. Der RfW-Bundesobmann pocht auch auf die Abschaffung der Werbeabgabe. "Eine Studie zeigt: Was sie an Steuern bringt, würde nach einer Abschaffung auf anderem Weg wieder hereingespielt." Zudem sei die Abschaffung im Regierungsprogramm paktiert.

Die Regierung schmücke sich ja gern mit den Erfolgen der Wirtschaft. Zugleich würden aber unter dem Deckmantel der Budgetkonsolidierung wesentliche wirtschafts- und steuerpolitische Vereinfachungen und Erleichterungen auf die lange Bank geschoben. "Tatsache ist: Ein Unternehmen kann man auch nicht durch den Griff in die Kaffeekasse der Mitarbeiter finanziell sanieren. Dazu gehören vor allem Strukturreformen. Und die sollte die Regierung endlich angehen. Dann wäre auch fiskalpolitischer Spielraum für Steuererleichterungen vorhanden, die als "return on investment" Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt nutzen", so Amann.

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