FPÖ-Kappel zu Flughafen Wien: Stadt soll Anteile verkaufen und zur Schuldentilgung verwenden

Airport aus parteipolitischer Misswirtschaft entlassen, um Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten

Wien (OTS/fpd) - Die Wiener Gemeinderätin LAbg. Dr. Barbara Kappel erneuerte heute auf der Pressekonferenz der FPÖ im Rathaus ihre Forderung nach einer umgehenden und vollständigen Privatisierung der Flughafen Wien AG. Die beiden Haupteigentümer Wien und NÖ sollten ihre Anteile verkaufen, die daraus erzielten Erlöse für die Tilgung der Länderschulden herangezogen werden.

"Der Flughafen Wien ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandortfaktoren. Er darf einfach nicht mehr Spielball landes- und parteipolitischer Interessen sein. Ich habe den Eindruck, auch Interims-Vorstand Christoph Herbst ist dieser Meinung. Niederösterreich ist diesbezüglich offenbar ebenfalls einsichtig geworden", interpretiert Kappel die jüngsten Äußerungen von Landeshauptmann Erwin Pröll, die Anteile des Landes an der Flughafen Wien AG zu veräußern. In der Gemeinde Wien würden die Zeichen der Zeit offenbar nicht erkannt und eine Privatisierung ausgeschlossen. Die Wiener SP sei offenbar mehr daran interessiert, einflussreiche Flughafen-Posten mit SPÖ-Vertrauensleuten besetzen zu können, als am nachhaltigen Unternehmenserfolg der Flughafen AG.

Kappel skizzierte die Vorteile einer Privatisierung:
Mit der Ausschaltung des Politeinflusses würde ein Signal an private Investoren ausgesandt werden - zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und damit des Wirtschaftsstandorts. Niederösterreich und Wien müssten keine weiteren Investitionen mittragen - wie etwa für die vorgesehene und sogar vom Rechnungshof empfohlene Kapitalerhöhung, sowie weitere Investitionen, wie z.B. Ausbau der dritten Piste. Vor allem Wien benötige den Verkaufserlös dringend zum Schuldenabbau. Allein im Jahr 2010 habe sich der Schuldenstand der Stadt um knapp 1 Mrd. Euro oder 57 % erhöht. Laut aktuellem Aktienkurs (41,895 Euro/Aktie) wäre der 20% Anteil der Gemeinde Wien heute ca. 176 Mio. Euro wert, dazu komme der Aufschlag für die Übernahme der Sperrminorität, wenn Wien und NÖ verkauften, d. h. die Bundesländer könnten ihre Pakete je um ca. 200 Mio. Euro abgeben, so Kappel.

"Die Zeiten, in denen die rot-schwarze Vetternwirtschaft Parteisoldaten in den Vorstand entsandt hat, um den politischen Durchgriff auf den Flughafen Wien zu sichern, müssen endlich vorbei sein. Die Auswirkungen des Missmanagements mündeten in einer sukzessiven Vernichtung des Unternehmenswertes, den zu stoppen es gilt. Die Aktionäre der Flughafen Wien AG haben das Anrecht auf ein professionelles Management und entsprechende Dividenden. Allein seit Jahresbeginn 2011 ist der Buchwert des Wiener Flughafenpaketes um rund 43 Millionen Euro weniger wert", schloss Kappel. (Schluss)paw

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien, Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0003