Internationaler Tag der Familie: Qualität der Familienpolitik ist der Maßstab für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft

Katholischer Familienverband fordert größere materielle und immaterielle Unterstützung für Familien und lädt am 18. Mai zu einem hochkarätig besetzten Symposium ein.

Wien (OTS) - "Familien müssen im öffentlichen Bewusstsein und auch im politischen Denken den ihnen zukommenden Stellenwert erhalten. Denn die Familie ist und bleibt Keimzelle der Gesellschaft und jener Ort, an dem Menschen die Tragfähigkeit sozialer Netzwerke erleben. Über 90 Prozent der Bevölkerung sehnen sich nach dem Funktionieren dieser Gemeinschaften", sagt Prof. Dr. Clemens Steindl, Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), im Vorfeld des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai.

Für die politischen Entscheidungsträger müsse Familienpolitik ein zentrales Politikfeld sein: "An ihrer Qualität misst sich die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft", so der Präsident der größten familienpolitischen Organisation Österreichs, der einige zentrale Forderungen des KFÖ wiederholt:

"Unsere langjährige Forderung nach Valorisierung der Familienleistungen muss endlich umgesetzt werden. Es ist unverständlich, dass die jährliche Anpassung an den Verbraucherpreisindex, die seit 2009 auch für die Pensionen gilt, für Familiengelder nicht gelten soll", so Steindl.

Längst überfällig sei auch die Sanierung des Familienlastenausgleichsfonds, die laut Regierungsmitgliedern in der ersten Jahreshälfte 2011 in Angriff genommen werden soll. Steindl:
"Seit Jahren werden Mittel aus dem Familienlastenausgleichsfonds zweckwidrig verwendet - allein im Jahr 2010 rund 900 Millionen für Pensionsausgleichszahlungen. Es ist höchste Zeit, diese Praxis zu beenden und den FLAF nachhaltig zu sanieren."

Positiv bewertet der Familienverband aktuelle Signale, eine familiengerechte Steuerreform in Angriff zu nehmen: "Unser Ziel ist das steuerfreie Existenzminimum für Familien und ich hoffe und erwarte, dass sich diesbezüglich die familienfreundlichen Kräfte in der Bundesregierung durchsetzen", sagt der KFÖ-Präsident.

Dem KFÖ gehe es neben der materiellen Besserstellung von Familien auch um deren ideelle Förderung und darum, die Grundwerte des familiären Zusammenlebens in ihrer bunten Vielfalt an Lebensformen aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang verweist Steindl auf das hochkarätig besetzte Symposium "starke.familien.werte", das der KFÖ anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 18. Mai in Wien veranstaltet. Bei der Veranstaltung werden hochrangige Experten die Aktualität der Katholischen Soziallehre in engen Zusammenhang mit einer werteorientierten, zukunftsgerichteten Familienpolitik bringen. Außerdem laden die Diözesanverbände des Katholischen Familienverbandes in den Bundesländern zu mehreren Veranstaltungen.

KFÖ-Symposium: starke.familien.werte., 18. Mai

Die (Wieder-) Entdeckung von Solidarität und kleinen Lebenskreisen

Referenten:
Univ.-Prof. Dr. Hans Bertram, Soziologe (Humboldt-Universität
Berlin);
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Familienforscher (Institut für
Arbeits- und Sozialrecht der Uni Wien);
Univ.-Prof. Dr. Leopold Neuhold, Sozialethiker
(Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Graz)

Begrüßung:
Günter Bergauer, Vorstandsdirektor Bankhaus Schelhammer & Schattera
AG, das die Veranstaltung fördert;
Prof. Dr. Clemens Steindl, Präsident des Katholischen
Familienverbandes Österreichs (KFÖ);
Moderation: Mag. Rudolf Mitlöhner, stv. Chefredakteur "Die Furche"

Veranstalter: Katholischer Familienverband Österreichs

Datum: 18.5.2011, 13:30 - 18:00 Uhr

Ort:
Stephanisaal, Curhaus
Stephansplatz 3, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

und Interviewmöglichkeit mit Prof. Hans Bertram:
Mag. Wolfgang Zarl
Mobil: 0664-885 22 621, Mail: presse@familie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FVO0001