BZÖ-Bucher: Schamlosigkeit der Banken nicht mehr zu überbieten

Wien (OTS) - "Die Schamlosigkeit der Banken in Sachen Gehälter kennt offenbar keine Grenzen mehr. Trotz der im Bankenrettungspaket für den Fall der Innanspruchnahme vorgesehenen Auflage, das Entgelt der organschaftlichen Vertreter und der leitenden Angestellten der Banken auf ein "angemessenes Maß" zu begrenzen, müssen die Steuerzahler nun zusehen, wie sich die Bankmanager der Erste Bank 2010 inklusive erfolgsabhängiger Gehaltskomponenten 8,8 Millionen Euro (+87,2 Prozent gegenüber 2009) sowie die Bankmanager der Raiffeisen Bank International 8,2 Millionen Euro (+78,3 Prozent gegenüber 2009) an "Belohnungen" genehmigen. Auch die Aufsichtsräte der Erste Bank haben ihre Gagen auf 700.000 Euro verdoppelt. Damit ist die Krise für die Bankmanager vorbei, nicht aber für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler", kritisiert BZÖ-Bündnisobmann Klubobmann Josef Bucher, der darauf verweist, dass Erste Group und Raiffeisen noch immer staatliches Partizipations-Kapital in Höhe von 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 1,75 Milliarden Euro halten. Zudem bestehen noch staatliche Haftungen für Bankverbindlichkeiten in Höhe von 4,050 Milliarden Euro für die Erste Group sowie 4,250 Milliarden Euro für Raiffeisen Bank.

"Von "angemessenen Gehältern" kann bei diesen Millionen-Gehaltserhöhungen keine Rede sein. Jetzt ist auch klar, warum SPÖ und ÖVP die zahlreichen BZÖ-Gesetzesinitiativen für eine Begrenzung der Manager-Boni bei Erhalt von Staatshilfen abgelehnt haben. Die ÖVP ist nur mehr der Beschützer der Banken und Großkonzerne. Das BZÖ vertritt hingegen die Interessen der Bankkunden und der Steuerzahler", so Bucher.

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