Banken - Kräuter: "Fühle mich als Parlamentarier hintergangen"

Kritik an Kommunikation eines Bankchefs

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter bezeichnet die gestern erfolgte Verdoppelung der Gagen der Aufsichtsräte einer führenden Bank sowie die De-Facto-Verdoppelung der Bezüge des Generaldirektors als "unerträgliche Provokation". Kräuter am Freitag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst: "Ich fühle mich als Parlamentarier, der aus berechtigten wirtschaftspolitischen Gründen die Bankenhilfe im Nationalrat mitbeschlossen hat, vorgeführt und hintergangen. Die meisten Bankkonzerne haben vor zwei Jahren um Staatshilfe gebettelt und diese auch erhalten. Die steuerzahlende Bevölkerung muss noch lange die Folgen der Bankenrettung in Österreich tragen." ****

Nun würden sich die "Herrschaften im Nadelstreif" gegenseitig die Taschen vollstopfen, noch bevor das von der Republik gezeichnete Partizipationskapital überhaupt getilgt sei. Diese Gier und Unersättlichkeit sei an Unverschämtheit nicht zu überbieten. Beispielhafte Aussagen einzelner Generaldirektoren, "wonach es Faktum sei, dass in Banken sehr viel verdient werde und die Reputation in den letzten Jahren versaut worden sei" sowie die Vergleiche mit Golfspielern, Volksmusikern oder Marathonläufern seien unwürdig, so Kräuter abschließend. (Schluss) tg/mb

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