Kadenbach fordert von Kommission eigenständigen legislativen Vorschlag zu Klonfleisch

EU-Parlament wird sich bei Klonfleisch auch in Zukunft auf keine Kompromisse einlassen

Wien (OTS/SK) - Gestern, Mittwoch, wurde im EU-Parlament über das Scheitern der Verhandlungen mit Rat und Kommission zur Novel Food-Verordnung beraten. "Es ist bedauerlich, dass am Widerstand des Rates das Verbot von Klonfleisch gescheitert ist, für das ich mich wie auch zahlreiche andere Kollegen aus dem EU-Parlament eingesetzt habe", so die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Das Scheitern der Verhandlungen führt nun dazu, dass die Verordnung wieder neu ausgearbeitet werden muss. "In diesem Zusammenhang wäre es angebracht, den Bereich des Klonfleisches aus der Novel Food-Verordnung herauszunehmen und dafür einen eigenen legislativen Vorschlag auszuarbeiten", bemerkt Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. ****

Sie verweist darauf, dass im Sinne des Tier- und Konsumentenschutzes Klonfleisch verboten werden müsse, dabei dürfe es auch keinerlei Kompromisse geben, wie etwa die Zulassung von Fleisch von Tieren aus erster oder zweiter Generation. Letzteres sei im Verordnungsentwurf nicht einmal erwähnt gewesen und dies, so Kadenbach, obwohl es keinerlei Langzeitstudien gebe, die Gesundheitsrisiken durch den Verzehr ausschließen. Darüber hinaus müsse auch beachtet werden, dass geklonte Tiere krankheitsanfälliger sind und eine kürzere Lebensdauer haben. "Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, qualitativ hochwertige Lebensmittel in den Regalen der Supermärkte vorzufinden und ausreichend über die Entstehung eines Produktes informiert zu werden. Sollten auch die nächsten Vorschläge kein eindeutiges Verbot von Klonfleisch und dem Fleisch von Nachkommen geklonter Tiere beinhalten, wird das EU-Parlament wieder Haltung beweisen und in den Verhandlungen hart bleiben", sagt Kadenbach abschließend. (Schluss) up/mp

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