"öko&fair ernährt mehr!" für eine zukünftsfähige Welternährung

16. Internationalen Weltladentag, Samstag der 14. Mai

Wien (OTS) - Weltläden sind mehr als reine Verkaufsorte für fair gehandelte Produkte aus den Ländern des Südens. Sie sind Orte der Begegnung und des Dialogs. Aktiv setzten sie sich dafür ein, die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu ändern. Dieses Ziel verfolgt auch die aktuelle Kampagne "öko&fair ernährt mehr!"

Kampagne gegen die weltweite Ernährungskrise

In der ersten Maihälfte machen die Weltläden speziell auf die weltweite Ernährungskrise aufmerksam. Gleichzeitig werden Lösungswege für KonsumentInnen und PolitikerInnen aufgezeigt. Interessierte sind eingeladen, tatkräftig für eine Lösung der Ernährungskrise aktiv zu werden. "Kommen Sie im Weltladen vorbei", lädt Frau Barbara Kofler, Geschäftsführerin der ARGE Weltläden, ein, "informieren Sie sich über den Beitrag von öko&fair an der Ernährungssicherung und beteiligen Sie sich an unserer Unterschriftenaktion."

Petra Navara, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, Dachverband der Entwicklungshilfe- und Humanitären Organisationen betont: "Durch die Wirtschaftskrise wurden die Lebensmittelpreise in den armen Ländern besonders in die Höhe getrieben. Damit steigt die Zahl der Hungernden seit Mitte der 90er Jahre wieder an."

"Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig und komplex, vor allem aber", so Navara, "sind sie in unserer Politik zu finden, die den Industriestaaten nützt, statt den Hunger zu bekämpfen". Als Beispiel führt Navara den Anbau von Pflanzen für Agrotreibstoffe für europäische Autofahrer/innen ins Treffen. "Das Gewicht der internationalen Handelspolitik müsste auf Lebensmitteln für die lokale Bevölkerung liegen. Für unsere PolitikerInnen ist aber hauptsächlich ein liberalisierter Markt wichtig, der europäischen Gütern einen guten Absatz garantiert, während die lokale Wirtschaft auf ihren Produkten sitzen bleibt."

AG Globale Verantwortung fordert eine Trendumkehr im Sinne der Milleniums-Entwicklungsziele

"Ernährung ist als Grundrecht zu verstehen und in allen Programmen der EZA zu verankern", fordert Petra Navara. "Österreichische und EU-weite Agrarsubventionen, internationale Handelsbestimmungen und die Produktion von Agrotreibstoffen müssen dem Recht auf Nahrung untergeordnet werden."

Näheres zur Ernährungs-Kampagne der Weltläden:
http://www.weltlaeden.at/start.asp?ID=244272

Rückfragen & Kontakt:

Roberta Rastl-Kircher, AG Globale Verantwortung
Tel. 01/ 522 44 22-15,
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