Neue Innenministerin zeigt ihr Christliches Gesicht - EILMELDUNG

Landesgeschäftsführer Thomas Huber: Jaiteh Lamin wird im Schnellverfahren abgeschoben - und die Innenministerin schaut zu

St. Pölten (OTS) - Ein unglaublicher Fall spielt sich in der heutigen Nacht in Tirol ab. Lamin Jaiteh soll heute Nacht in seine Heimat Gambia abgeschoben werden. Er ist seit 2007 in Österreich und ist voll integriert, hat gute Deutschkentnisse und gute berufliche Aussichten. Für Landesgeschäftsführer Thomas Huber ein Beweis, dass sich im Innenministerium auch nach dem Wechsel nichts geändert hat. Das war leider zu befürchten, denn die jetzige Frau Innenministerin war auch in Niederösterreich dafür bekannt, keine soziale und humane Politik zu vertreten. Über alle Parteigrenzen hinweg machen sich in Tirol viele Menschen stark für Jaiteh Lamin.
Die ÖVP sollte sich schämen und ihre christlichen Wurzeln aus dem Parteinamen entfernen.

Zur Person Lamin Jaiteh:

Lamin Jaiteh hat im Juni 2006 mit nur 15 Jahren seine Familie und Heimat Gambia verlassen. Nach einer Irrfahrt von 7 Monaten durch Afrika und Europa strandete er am 12.2.2007 in Österreich, wo er bis zum Erreichen seiner Volljährigkeit von verschiedenen Jugendschutzorganisationen betreut, unterstützt und gefördert wurde.

Sein Asylantrag vom 12.2.2007 wurde mit Bescheid des Bundesasylamtes Salzburg am 26.4.2007 abgewiesen, da er seine Asylgründe nicht nachweisen konnte. Gleichzeitig wurde er wurde nach Gambia ausgewiesen. Eine dagegen erhobene Berufung wurde mit Bescheid des Unabhängigen Bundesasylsenates vom 4.6.2007 abgewiesen. Die Behandlung
der dagegen erhobenen Verwaltungsgerichtshofbeschwerde wurde mit Beschluss vom 8.9.2010 abgelehnt.
Er stellte am 11.1.2011 einen Antrag auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung unbeschränkt.
Die Entscheidung ist aus nachfolgenden Gründen
nicht nachvollziehbar:

Lamin Jaiteh war bei der Erlassung der Ausweisung erst 16
Jahre alt und lebte als ?unbegleiteter minderjähriger Flüchtling? in Österreich. Bei der Entscheidung zum 29.3.2011 war er bereits 20 Jahre
alt. Seine gesamte persönliche Entwicklung in den letzten 4 Jahren wurde als nicht maßgeblich negiert, obwohl gerade die Jahre zwischen

dem 16. und 20. Lebensjahr im Leben eines jungen Menschen für seine persönliche Entwicklung und Sozialisierung enorm wichtig sind.

Lamin Jaiteh hat am 14.4.2010 seine Bemühungen zur Erlernung
der deutschen Sprache mit der erfolgreichen Ablegung der Deutsch-Prüfung mit A2 Niveau erfolgreich abgeschlossen. Mit Ablegung

dieser Prüfung hat er die vom Gesetzgeber vorgegebenen Kriterien der

Integrationsvereinbarung erfüllt, womit er bei Erteilung der Bewilligung auch einen freien Zugang zum Arbeitsmarkt hätte. Auch dieser Umstand spielt offenbar keine Rolle.

Das SOS-Kinderdorf hat ihn in einem Beschäftigungsprojekt
für Jugendliche auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet. Seit
2009 verkauft er die Zeitung ?20er? auf selbständiger Basis. Mittlerweile konnte er auch einen Dienstvertrag mit einem Unternehmen in Innsbruck abschließen und könnte unmittelbar nach Erteilung der Bewilligung zu arbeiten beginnen. Es liegen somit im Gegensatz zur Situation 4.6.2007 die Voraussetzungen für seine Selbsterhaltungsfähigkeit vor und besteht keine Gefahr, dass er zu einer weiteren finanziellen Belastung für die Öffentlichkeit wird.

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