Spital 2011: Die Suche nach der besten Praxis durch Spitalsvergleiche

Wien (OTS) - Die finanziellen Mittel im Gesundheitswesen künftig wirkungs- und qualitätsorientiert zu vergeben und die Schaffung von mehr Leistungstransparenz werden die zentralen Herausforderungen im Gesundheitswesen in den kommenden Monaten sein, betonte Gesundheitsminister Alois Stöger in seiner Eröffnungsrede auf dem IIR Jahreskongress die Spital vom 3. bis 4. Mai in Wien.

Verantwortung aus einer Hand

Wer die Verantwortung über Planung und Steuerung erhalten soll, wurde kontrovers zwischen dem Vizepräsidenten des österreichischen Gemeindebundes Alfred Riedl und dem Sektionsleiter des Gesundheitswesen Clemens Auer diskutiert. Auer betonte, dass der, der den größten Anteil an den Mitteln trägt auch über den Mitteleinsatz entscheiden soll. Derzeit seien das praktisch zu 100 Prozent die Gemeinden, die aber nur einen Anteil von ca. 20 Prozent an der Mittelaufbringung beisteuern. Riedl kritisierte das Fehlen von Schnittstellen zwischen Bund und Ländern, die eine gemeinsame Planung erschweren.

Wettbewerb

Die Bosse der Vinzenz-Gruppe und der PremiaMed, Michael Heinisch sowie Julian Hadschieff, plädierten für mehr Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen. Sie befürworteten ein einheitliches Bundesanstaltengesetz, welches gleiches Geld für gleiche Leistungen garantieren sollte.

Erich Schmatzberger vom Hauptverband hob die Umgestaltung der Spitalsstrukturen hervor. Er merkte an, dass mehr Zentren und Spezialambulanzen zur Kostensenkung beitragen können.

Der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer Harald Mayer war sich mit anderen Diskutanten einig, dass es in Fragen Finanzausgleich 2014 keine Tabus geben darf und alles auf den Tisch muss. Dabei spielt es keine Rolle ob es um Selbstbehalte oder um die künftige Verantwortung über die finanziellen Mittel geht, da das Gesundheitssystem nicht nur aus Spitälern besteht.

Unabhängig welche strukturellen Veränderungen dem Gesundheitssystem in den kommenden Monaten und Jahren bevorstehen, sollte es nach Meinung vieler anwesender Experten weiterhin solidarisch bleiben. So soll gewährleistet werden, dass nicht die schwächsten in der Bevölkerung, die Kranken und Hilfsbedürftigen, künftig das Nachsehen haben.

Weitere Informationen unter www.iir.at/diespital2011.htm

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