"Österreich profitiert bis heute von Katholischer Soziallehre"

Enzyklika "Rerum Novarum" begründete vor 120 Jahre die Katholische Soziallehre - Auch 60 Jahre Katholische Arbeitnehmerbewegung und 25 Jahre Papst-Leo-Stiftung gefeiert

Wien, 09.05.11 (KAP) Mit einem Dreifachjubiläum wird in diesen Tagen an die bis heute hohe gesellschaftspolitische Relevanz der Katholischen Soziallehre erinnert. Vor 120 Jahren - am 15. Mai 1891 - gab Papst Leo XIII. (1878-1903) mit seiner Enzyklika "Rerum Novarum" den Anstoß zur Entwicklung einer eigenen katholischen Soziallehre, die seither in zahlreichen Politikfeldern wirksam geworden ist.

Außerdem wird in Österreich das Jubiläum 60 Jahre Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und 25 Jahre Papst-Leo-Stiftung gefeiert. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet ein Festakt am 13. Mai in Horn, an dem u.a. die diesjährigen Papst-Leo-Preise vergeben werden, sowie ein Studientag zum Thema "Solidarität in bedrängter Zeit" am 14. Mai in Stift Altenburg.

"Österreich profitiert bis heute von der Katholischen Soziallehre", betonte P. Alois Riedlsperger, Leiter der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe), am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Durch die Parteien hindurch bediene man sich - "wenn auch oftmals nach politischem Kalkül" - einzelner Prinzipien der Soziallehre. Dies könne als Zeichen gesehen werden, dass die Einsichten etwa der Sozialhirtenbriefe (1956 und 1991) oder zuletzt auch des Ökumenischen Sozialwortes der Kirchen (2003) Eingang in das öffentliche Bewusstsein gefunden haben, so Riedlsperger.

Auf die Aktualität der Grundprinzipien der Katholischen Soziallehre - Personalität, Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl - verwies ksoe-Sozialexperte Markus Schlagnitweit. Diese Prinzipien seien bis heute funktionierende "Korrektive" etwa gegen eine "gesellschaftliche Atomisierung", die mit einer "Entsolidarisierung" oder einem Überhand-Nehmen der bloßen "Marktlogik" einhergehen würden, so Schlagnitweit. Gerade die Orientierung an Gemeinwohl und Solidarität seien heute wichtiger denn je.

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