Schultes: Wieder verwendbare Tragtaschen sollen Plastiksackerln ersetzen

ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag im Umweltausschuss eingebracht

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Oberstes Prinzip der österreichischen Umweltpolitik bleibt die Abfallvermeidung. ÖVP und SPÖ haben daher heute in der Sitzung des Umweltausschusses gemeinsam einen Entschließungsantrag eingebracht, der auf einen sukzessiven Ersatz des Plastiksackerls durch wieder verwendbare Tragtaschen aus Stoff, Papier oder kompostierbares Material abzielt. "Verpackungsmaterialen aus Kunststoff werden mit hohem Energieaufwand aus Erdöl hergestellt. Es ist es wichtig, eine Position einzunehmen, die auf europäischer und internationaler Ebene Vorbildwirkung haben kann. Daher soll die Bundesregierung ökologische Optimierungspotenziale bei Verpackungsmaterialien prüfen und gegebenenfalls nutzen", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes anlässlich der Sitzung am Nachmittag.

"Wir brauchen ökologische Tragehilfen. Am wichtigsten ist es, dass dauerhafte Taschen und nicht Wegwerfsackerln verwendet werden. Neben Kunststofftragtaschen kommen Einkaufsnetze, Papiertragtaschen, Stofftaschen oder Einkaufskörbe in Betracht. Seit einigen Jahren gibt es außerdem Folientaschen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais-oder Kartoffelstärke oder Polymilchsäuren. Ökobilanzen und abfallwirtschaftliche Untersuchungen sollen zeigen, ob diese Materialien einen ökologischen Vorteil gegenüber konventionellen Kunststofftragetaschen bieten und in welche Entsorgungsschiene (Kompostierung, stoffliche Verwertung, Restmüll) diese Materialien passen", heißt es im Antrag der Koalitionsparteien.

Plastiksackerln sind in der Landschaft ein dauerhaftes Problem. Dieses "Littering" ist wirksam zu bekämpfen. In diesem Sinne müsse man auch die Bevölkerung noch stärker über Möglichkeiten der Abfallvermeidung informieren - hier sei die Abfallwirtschaft aber insbesondere der Handel noch mehr gefordert, schloss der ÖVP-Umweltsprecher.
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