PaN ehrt VertreterInnen bilateraler Freundschaftsgesellschaften Ehrenzeichenverleihung durch Bundesratspräsident Kneifel

Wien (PK) - Anlässlich des "Europäischen Jahrs der Freiwilligentätigkeit" würdigt der Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften PaN (Partner aller Nationen) das völkerverbindende Engagement von verdienten VertreterInnen bilateraler Freundschaftsgesellschaften.

Bundesratspräsident Gottfried Kneifel überreichte heute im Palais Epstein rot-weiß-rote Ehrenzeichen an Marguerite Machek-Vos (Ehrenpräsidentin der Österreichisch-Belgischen Gesellschaft), Hubert Heine (Generalsekretär der Österreichisch-Australischen Gesellschaft), Ludwig Huber (Vorstandsmitglied der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft), Franz Leuthner (Generalsekretär der Österreichisch-Bhutanischen Gesellschaft)
und Lukas Marcel-Vosicky (Generalsekretär der Österreichisch-Rumänischen Gesellschaft). Die Laudatio für die Ausgezeichneten hielten Gesandte Elisabeth Bertagnoli, Botschafter Michael John Potts, Generalsekretär der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft Andreas Salcher, Botschafter a.D. Christoph Cornaro
und Staatssekretär a.D. Wolfgang Ruttenstorfer.

Kneifel: Herstellen von Vertrauen ist das größte Kapital

Bundesratspräsident Gottfried Kneifel stellte am Beginn seiner Worte einen Zusammenhang zwischen der Zielsetzung von PaN und der internationalen Tätigkeit von Nationalratsabgeordneten und BundesrätInnen her. Als Dachverband von weit über 100 bilateralen Freundschaftsgesellschaften sei PaN in seiner geographischen und personellen Vielfalt ein Symbol gelebter Völkerfreundschaft, eine Art "stiller Diplomat" in Zeiten stärker werdender
internationaler Spannungen wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Natur, sagte er. Es seien aber auch die vielfältigen Kontakte der ParlamentarierInnen zu KollegInnen der unterschiedlichsten Lager in allen Teilen der Welt, die eine unschätzbare Quelle positiven Einflusses und konstruktiven
Dialogs darstellen, betonte der Bundesratspräsident.

Vertrauen sei etwas enorm Wichtiges. "Wenn Vertrauen da ist, dann kann man Berge versetzen, wenn nicht, dann wird ein Beistrich zum Problem", formulierte Kneifel pointiert. Der Bundesratspräsident "outete" sich in diesem Zusammenhang als glühender Anhänger der parlamentarischen Außenpolitik. Es seien gerade diese oft in jahrlanger Arbeit aufgebauten persönlichen, freundschaftlichen Kontakte, die es erst möglich machten, auch in heiklen Fragen außerhalb formeller Sitzungen oder formeller Delegationsgespräche die Dinge offen auszusprechen und manchmal in vertraulichen Gesprächen unter Freunden erst jenes Verständnis zu schaffen, das oft in formeller Beratung nicht gelingt.

Über die wichtigen und notwendigen Kontakte innerhalb der Europäischen Union dürfe man nicht die restliche Welt vergessen, vor allem nicht in einer Phase der Entwicklung der EU, in der
sich diese anschickt, zu einer zunehmend stärker wahrnehmbaren gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik zu finden, fuhr Kneifel fort. Denn diese außenpolitische Entität EU trete der restlichen Welt entgegen und diese müsse man kennen und sie auch verstehen. Die Mitglieder beider Häuser des Parlaments leisteten mit ihren persönlichen Kontakten in aller Welt nicht nur einen ganz entscheidenden Beitrag zu internationaler Verständigung, sondern auch zu der immer konkretere Gestalt annehmenden gemeinsamen
Außen- und Sicherheitspolitik der EU.

Kneifel würdigte dann die Ausgezeichneten als "langjährige und besonders verdiente VertreterInnen von bilateralen Freundschaftsgesellschaften". Es seien "genau jene, die in ihren vielfältigen persönlichen Netzwerken ihren ganz individuellen Beitrag zu einem größeren gemeinsamen Ziel leisteten: zu mehr Verständigung zwischen den Völkern und damit zu einer
nachhaltigen Unterstützung und einem unvoreingenommenen Dialog zwischen den Nationen, Kulturen und Konfessionen".

Schließlich nützte Kneifel die Gelegenheit, um dem langjährigen Präsidenten von PaN, Claus Walter, für sein persönliches Engagement für den Dachverband seinen Dank auszusprechen.

PaN ein Netz der Volkerverständigung

Prioritäres Ziel der zahlreichen bilateralen Freundschaftsgesellschaften ist es, ein möglichst dichtes Netz
der Völkerverständigung und Kooperation zu knüpfen - dies vor allem auch im Bewusstsein, dass zwischenstaatliche Kontakte heute längst nicht mehr auf den Bereich der klassischen Diplomatie beschränkt sind, sondern verstärkt auf einer "people-to-people"-Ebene stattfinden. Mehr als 100 dieser
Freundschaftsgesellschaften sind im Dachverband PaN zusammengeschlossen, der sich für vorurteilsfreie Völkerfreundschaft, den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft und für einen offenen Dialog zwischen den Nationen, Kulturen und Konfessionen einsetzt.

Die Bedeutung der völkerverbindenden Tätigkeit von PaN ist dabei auch in den prominent besetzten Ehrenämtern dokumentiert. So fungiert Bundespräsident Heinz Fischer als Schirmherr, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundesratspräsident Gottfried Kneifel bilden das Ehrenpräsidium, die neun Landeshauptleute stellen das Ehrenkuratorium.

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