AK zu Tabak Austria: Arbeitnehmer zahlen bei Privatisierungen drauf!

Wien (OTS) - Die AK spricht sich erneut gegen weitere Privatisierungen aus, wie sie gestern von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung gefordert wurden. Die heute, Donnerstag, bekannt gewordene Schließung des Austria Tabak Werkes in Hainburg bestätigt die AK Kritik: Österreich hat eine Konzernzentrale und Arbeitsplätze verloren. Gewonnen haben private Investoren, so die AK. Der aktuelle Jobabbau ist die traurige Folge der großen Privatisierungswelle zwischen 2000 und 2006: 240 Mitarbeiter in Hainburg und 80 in der Wiener Zentrale verlieren ihren Arbeitsplatz.

Bereits Anfang 2000 wurde von der damaligen Regierung die Totalprivatisierung der Austria Tabak beschlossenen und Mitte 2001 auch umgesetzt. Die AK war bereits damals vehement gegen eine Totalprivatisierung der Austria Tabak und forderte das Festschrei-ben der strategischen Eigentümerfunktion des Staates in Form einer Verpflichtung zum Halten von zumindest 25 Prozent plus einer Aktie des stimmberechtigten Kapitals seitens der ÖIAG. Damit sollten hohe Verluste an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen vermieden werden. Damals waren bei Austria Tabak europaweit noch 3.500 Menschen beschäftigt. 2007 wurde dann der ursprüngliche Käufer, der britische Gallaher-Konzern von Japan Tobacco übernommen. Mit der angekündigten totalen Produktionsverlagerung würden nur mehr rund 500 Arbeitsplätzen in Österreich verbleiben.

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