Kräuter zu Kopf: "Privatisierungen sind keine Mutfrage"

Vergangenheit noch nicht bewältigt

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter weist die heutige Aussage von ÖVP-Klubobmann Karl-Heinz Kopf im Fahrwasser der aktuellen Privatisierungsvorstöße von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung zurück, wonach es "Mut" brauche, "den Privatisierungsprozess des vergangenen Jahrzehnts aufzugreifen". Kräuter am Donnerstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst:
"Privatisierungen sind keine Frage des Mutes, sondern eine Frage der langfristigen wirtschaftspolitischen Vernunft. Die SPÖ weist mit Nachdruck alle Forderungen nach weiterer Verschleuderung von öffentlichem Eigentum zugunsten privater Profiteure zurück." ****

Der Zugang von einzelnen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, sich aller wirtschaftspolitischen Steuerungsmöglichkeiten in der Republik Österreich von der Daseinsvorsorge bis zur Energieversorgung zu begeben, sei für die SPÖ nicht nachvollziehbar.

Die heute bekannt gewordene Schließung eines weiteren Produktionsstandortes der unter Schwarz-Blau verscherbelten Austria Tabak koste weitere 320 Arbeitsplätze. Kräuter verweist ergänzend darauf, dass die skandalösen Begleiterscheinungen der Privatisierungen des letzten Jahrzehnts derzeit die Justiz massiv beschäftigen würden. "Allein die noch nicht vollständig aufgeklärte BUWOG-Causa mit Grasser, Meischberger, Plech und Co sollte ausreichen, um von weiteren leichtfertigen Privatisierungsabenteuern Abstand zu nehmen", so Kräuter abschließend. (Schluss) tg/ah

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