Sima: "Neue Heime für Fledermäuse in Wien"

Nistkästen aus dem Holz des Weihnachtsbaums

Wien (OTS) - Das Christkind bringt allen was, sogar Fledermäusen! Aus dem Holz des Baums vom Rathausplatz schnitzten Forstarbeiter der Stadt Wien Nistkästen. 30 solcher "Quartiere" werden im Erholungsgebiet Wienerberg und im Randbereich des Wienerwalds aufgehängt. "Gerade im Internationalen Jahr der Wälder ist es mir ein Anliegen, den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Lebensqualität in der Stadt deutlich zu machen", betont Umweltstadträtin Ulli Sima. "Die Unterkünfte für die Fledermäuse sind eine der vielen Maßnahmen, welche die Stadt im Sinne des Artenschutzes verfolgt."

Rettung von gefährdeten Arten

20 von bundesweit 28 Fledermausarten leben in Wien - von der Mopsfledermaus über das Große Mausohr bis hin zum Kleinen Abendsegler. Fledermäuse zählen zu den meist gefährdetsten Tierarten, viele davon scheinen in der entsprechenden "Roten Liste" auf. Grund dafür sind oft fehlende Lebensräume. Unterschlupf finden sie in Dachböden, Bäumen, Höhlen oder auch in Holzstößen. Maßnahmen in Wäldern und auf Grünanlagen wie etwa das Schaffen von naturnahen Umfeldern, die Erhaltung von Altholz und das Anbringen von Nistkästen helfen, den Bestand der Fledermäuse zu sichern.

Führungen im Lainzer Tiergarten

Eines der beliebtesten Rückzugsgebiete für Fledermäuse in Wien ist der Lainzer Tiergarten. Dort können Interessierte im Rahmen einer Führung des Forstamts der Stadt Wien die nachtaktiven Tiere mit Ultraschalldetektoren aufspüren. Mit etwas Glück lässt sich auch die Nymphenfledermaus, eine erst vor kurzem in Wien entdeckte Art, beobachten. Nächste Führungstermine: 3. Juni, 24. Juni, 8. Juli. Infos: www.wald.wien.at

Wiener Fledermausnächte

Ebenso beobachten lassen sich die kleinen Insektenjäger bei den alljährlichen Wiener Fledermausnächten. Die Umweltschutzabteilung bietet heuer gemeinsam mit der Koordinationsstelle für Fledermausschutz sogar drei dieser Events an.

o 14. Mai: Zentralfriedhof (im Rahmen der "Langen Nacht der Wiener Stadtwerke")
o 3. Juni: Donaupark (im Rahmen des "Wiener Tag der Artenvielfalt" am 4. Juni)
o 19. August: Blumengärten Hirschstetten

So kann man Fledermäusen helfen

Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann jeder den bedrohten Tieren helfen! Dazu gehört z. B. die Vermeidung von Chemie im Garten und von giftigen Holzschutzmitteln für Dachstühle und Verschalungen. Auch sollten Dachstühle und Keller nicht komplett dicht gemacht werden. Im eigenen Fleckchen Natur hilft man den Fledermäusen, wenn man naturnahe Wiesen, Wildgehölze und naturnahe Gewässer anlegt und Altholz erhält.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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Marlene Auer
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