MKV-Vors Kukacka: "Ja zu Religionsunterricht"

Schule muss Orientierung an religiösen und moralischen Werten ermöglichen

Wien (OTS) - Die Schule darf nicht nur funktionale Ausbildungsstätte für junge Menschen sein, sondern sie muss auch umfassende Bildung vermitteln, die wichtigen Sinnfragen des Lebens und die ethischen Grundlagen einer Gesellschaft vermitteln, stellte heute MKV-Vorsitzender Helmut Kukacka zur laufenden Religions- und Ethikunterrichtsdebatte fest.
Aus Sicht des MKV hat deshalb die Schule auch den Auftrag der Bundesverfassung zu verwirklichen, eine Orientierung an religiösen und moralischen Werten zu ermöglichen. Dies muss in einer pluralistischen Gesellschaft auch durch einen entsprechenden konfessionellen Religionsunterricht geschehen. Dieser ist für die Vermittlung von Werten unverzichtbar. Der konfessionelle Religionsunterricht trägt auch dazu bei, die spezifisch religiöse und kulturelle Identität junger Menschen zu sichern. Damit trägt er auch zur Beheimatung und zum Engagement in der Gesellschaft bei und ist auch ein starker Impuls gegen den zunehmenden Individualisierungs-und Entsolidarisierungstrend in der Gesellschaft, erläuterte Kukacka die Position des MKV zum Religionsunterricht.

Dort aber, wo Kinder und Jugendliche - aus welchen Gründen auch immer - keinen konfessionellen Unterricht besuchen, sollen sie verpflichtend an einem Ethikunterricht teilnehmen. Dieser soll jene Werte (Menschen- und Grundrechte) vermitteln, die sie zur persönlichen Entwicklung und gesellschaftlichen Orientierung brauchen, um sich mit unterschiedlichen Meinungen und Positionen kritisch auseinandersetzen zu können. Damit soll den Schülern auch das notwendige ethisch-moralische Rüstzeug mitgegeben werden, um die Sinnfragen und die menschlichen Herausforderungen ihres Lebens zu bewältigen.

Die Evaluierung der seit mehr als zehn Jahren laufenden Schulversuche hat ergeben, dass der Ethikunterricht auch bei der Mehrheit der Schüler und Schülerinnen akzeptiert wird und nachweislich auch das Ausmaß an ethischem Relativismus und ausländerfeindlichen Einstellungen reduziert und die sittliche Handlungsbereitschaft erhöht.

Der MKV fordert deshalb die rasche Einführung des Pflichtfaches Ethik für alle, die sich vom Religionsunterricht abmelden, schloss Kukacka.

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