LAND DER BERGE am 8. Mai auf TW1: "Die Frau ist der Ruin des Alpinismus"

TW1 beweist mit einer Dokumentation über die Geschichte des Frauenalpinismus das Gegenteil eines Vorurteils und zeigt starke Frauen in den Bergen.

Wien (OTS) - "Die Frau ist der Ruin des Alpinismus", das Zitat
eines scheinbar unverbesserlichen Frauenfeindes, welches lange Zeit durch die Bergwelt geisterte. Mit der nächsten Folge LAND DER BERGE beweist TW1, dass Frauen allerdings schon zu Beginn der großen Zeit des Alpinismus den Herren kaum nachstanden - und manchmal sind sie sogar stärker als Männer.

Anlässlich des 85. Geburtstages von Helma Schimke, einer der weltweit besten Alpinistinnen, erinnert sich TW1 an eine Reihe von wagemutigen Frauen in den Bergen. Die Salzburger Architektin Helma Schimke studierte u.a. bei Clemens Holzmeister und unternahm mit Hermann Buhl, Fritz Wintersteller und Marcus Schmuck zahlreiche schwere Touren bis zum sechsten Grad. TW1 zeigt ein einfühlsames Portrait dieser außergewöhnlichen Frau.

Erfolgreiche Aufstiege bedeutender Alpinistinnen

Im Jahr 1838 hoben die Bergführer die adelige Henriette d Angeville am Gipfel des Mont-Blanc auf ihre Schultern - nun war sie um einiges höher als der Berg - die "Braut des Mont Blanc" war geboren. Jene drei Wörter, die sie am Gipfel des Berges in den Schnee geschrieben hatte, prägen Alpinistinnen bis heute: "Wollen ist Können."

Nachdem lediglich sechs Jahre nach der Erstbesteigung des Matterhorns im Jahr 1865 auch die erste Frau auf seinem Gipfel stand - Lucie Walker aus London - waren die bergbegeisterten Damen nicht mehr aufzuhalten. Im Jahr 1906 erreichte die Amerikanerin Fanny Bullok mit 47 Jahren im Karakorum fast 7.000 Meter und 28 Jahr später waren es bei Hettie Dyhrenfurth sogar 7.315 Meter. Unter den vielen Frauen der Monarchie stach auch Rose Friedmann hervor - sie durchstieg nach vielen Dolomiten-Touren im Jahr 1896 die gigantische Watzmann-Ostwand. Und im Jahr 1903 bekam die Tirolerin Cenzi Sild im Kaukasus sogar den von ihr bestiegenen Berg Uschba vom Fürst geschenkt.

Die größte Höhenalpinistin der letzten Jahrzehnte und Vorgängerin von Gerlinde Kaltenbrunner war die Polin Wanda Rutkiewicz. Sie starb bei ihrem Aufstieg auf den Kangchendzönga - den dritthöchsten Achttausender.

Sendezeiten:
Erstausstrahlung: Sonntag, 8. Mai 2011 um 10:05 Uhr
Weitere Ausstrahlungen: So, 8.5.2011 um 13:05 Uhr und 19:15 Uhr und Mo, 9.5.2011 um 22:45 Uhr

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Mag. Birgit Reiter
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