FPÖ-Kappel zu Privatisierungen: Krainer riskiert Imageschaden für börsennotierte Unternehmen

"Mehr ökonomischer Verstand und weniger Klassenkampfrhetorik" wäre seitens SPÖ dringend geboten.

Wien (OTS/fpd) - "Mit einigem Entsetzen" nahm die Wiener Gemeinderätin LAbg. Dr. Barbara Kappel die von Klassenkampfrhetorik geprägte heutige Presseaussendung des SPÖ-Nationalratsabgeordneten Krainer zur Kenntnis, in der neben anderen Unsinnigkeiten von "gescheiterten Privatisierungen unter Schwarz-Blau" und einem "Übernahmekandidat Voest Alpine" gefaselt wird.

"Es ist immer irgendwie beklemmend, mit ansehen zu müssen, wie sich jemand selbst disqualifiziert - auch wenn es sich dabei um den politischen Mitbewerber handelt. Die heutige Presseaussendung von Herrn Krainer ist leider so etwas wie der haarsträubend negative Befund einer die Wirtschaftskompetenz der SPÖ betreffenden Untersuchung. Der Mann ist Finanzsprecher der Kanzlerpartei - kaum zu glauben!", so Kappel.

Dies sei nicht weiter interessant, wenn die SPÖ dadurch nicht einen Imageschaden der angesprochenen Unternehmen in Kauf nehmen würde, vor allem wenn es sich dabei um ein börsennotiertes Unternehmen handle, meint die FPÖ-Wirtschaftsexpertin. Die Aussagen des sogar als Finanzministerkandidat gehandelten Krainer zeigten deutlich, wie dünn die Personaldecke der SPÖ in Wirklichkeit ist.
Die "wirtschaftliche Rudimentärkompetenz der SPÖ", wie sie etwa unter Kanzler Klima noch vorhanden war, sei nun offenbar "restlos getilgt", wird Kappel recht deutlich.

"Es ist eine Schande, dass die SPÖ mit Unwahrheiten Aktionäre verunsichert und ihnen damit suggeriert, schlecht investiert zu haben. Es ist fahrlässig und dumm, wenn die Politik in die Rolle des Analysten schlüpft. Das ist nicht ihre Aufgabe, das steht ihr nicht zu", so Kappel.

Als bestes Beispiel einer notwendigen und gelungenen Privatisierung bezeichnete Kappel die von Krainer als "Übernahmekandidat" kritisierte Voest Alpine: "Sie werden niemanden wirtschaftlichen Verstandes finden, der die Privatisierung der Voest Alpine nicht als Erfolgsstory bezeichnen würde. Die Voest ist ein kerngesundes, profitables Unternehmen und alles andere als ein Übernahmekandidat. Die finanzielle und marktrelevante Konstitution und das vorbildhafte Mitarbeiterbeteiligungsmodell bieten einen soliden Schutz vor feindlichen Übernahmen", so Kappel.

Die Zahlen sprächen für sich: Zwischen 1995 und 2011 habe sich die Voest Alpine von einem mitteleuropäischen Stahlproduzenten zu einem "Global Player" entwickelt. Während dieser Zeit der Privatisierung habe sich der Umsatz verfünffacht, der Marktwert gar versiebenfacht. 1995 wurden 15.000 Menschen beschäftigt, 2011 seien es über 40.000.

"Man kann nur hoffen, dass die SPÖ in Zukunft nicht mit industriepolitisch relevanten Personalposten in Berührung kommt. Das würde diesem Land nicht gut tun", schloss Kappel. (Schluss)paw

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