Wurm: Dritter Frauengesundheitsbericht ist wichtige Datengrundlage für Zukunft

Bericht zeigt eindeutige Auswirkungen von Mehrfachbelastungen von Frauen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm begrüßt den dritten Frauengesundheitsbericht als notwendige und wichtige Datengrundlage für die zukünftige Gesundheitsversorgung und -vorsorge in Österreich. "Der Frauengesundheitsbericht ist nicht nur im Bereich der Gendermedizin und Prävention wichtig, sondern vor allem eine gesellschaftspolitische Dokumentation über die speziellen Lebenssituationen und unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen. Je mehr wir über die geschlechtsspezifischen Unterschiede wissen, desto besser können wir für eine gute Gesundheitsversorgung sorgen", so Wurm am Mittwoch anlässlich des ExpertInnenhearings im Gleichbehandlungsausschuss im Parlament. Neben Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Gesundheitsminister Alois Stöger präsentierten zahlreiche Expertinnen die aktuellsten Zahlen und demografischen Daten zu den spezifischen Bedürfnissen von Frauen und deren Lebensumständen. ****

"Frauengesundheit ist immer eine Frage der Lebensrealitäten und Lebensweisen. So unterschiedlich Frauen sind, so unterschiedlich sind die spezifischen gesundheitlichen Belastungen und Auswirkungen", so Wurm, die in diesem Zusammenhang insbesondere die oftmals höheren Belastungen und Risikofaktoren für Alleinerzieherinnen hervorhebt. Außerdem leisten, so der Frauengesundheitsbericht, noch immer über 80 Prozent der Frauen sogenannte unbezahlte Pflegeleistungen für ihre Angehörigen. "Frauengesundheit umfasst daher auch die Beachtung der gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Lebenssituationen. Der vorliegende Bericht bietet eine gute Grundlage für zukünftige Strategien in der Frauengesundheitspolitik", betonte Wurm. Die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin unterstützt die Forderungen der von der SPÖ-Fraktion geladenen Expertinnen, nach einem Ausbau der Gendermedizin und geschlechtsspezifischen Studien hinsichtlich der Auswirkung von Medikamenten. "Diesen Frauengesundheitsbericht würde es ohne die Spitzenmedizinerinnen nicht geben. Nicht nur, dass sie für den notwendigen geschlechtsspezifischen Zugang sorgen, leisten sie als Role-models wichtige gesellschaftspolitische Vorbildwirkung", so Wurm, die in diesem Zusammenhang insbesondere die Vizedirektorin der Medizinischen Universität Wien, Karin Gutiérrez-Lobos hervorhob.

Der dritte Frauengesundheitsbericht wird auf Initiative der SPÖ erstmals auch im Rahmen einer Plenardebatte im Parlament behandelt. "Damit erhält dieser Bericht eine dementsprechende Aufmerksamkeit", so Wurm. (Schluss) up/mp

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