LHStv. Scheuch: Kritik an EU-Stresstests für AKW

Kärntens Energieförderreferent Scheuch: Statt Zeitbombe Atomkraft Umstieg auf alternative Energiequellen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Mit heftiger Kritik reagiert Energieförderreferent LHStv. Uwe Scheuch heute, Mittwoch, auf den Entwurf der Europäischen Union zu den geforderten Stresstests für Atomkraftwerke. "Die Ankündigung von scharfen AKW-Überprüfungen war offenbar nur eine Beruhigungspille für die Bevölkerung. Jetzt, wo der erste Schock über den Super-GAU in Japan überwunden ist, scheint man von strengeren Kontrollen nichts mehr wissen zu wollen. Vermutlich hatten die Atom-Lobbyisten genug Zeit, die entscheidenden EU-Gremien weich zu kochen", so ein verärgerter Scheuch.

Einen wirklich ernsthaften Versuch, die Nutzung der Atomkraft strenger zu reglementieren, könne er aktuell leider nicht erkennen. Dabei wäre es laut Scheuch nicht ausreichend, europaweit alle alten Meiler vom Netz zu nehmen und die anderen genauestens zu überprüfen, sondern nur ein Komplettausstieg aus der Kernenergie würde absolute Sicherheit bieten.

"Gerade Kärnten zeigt vor, wie man mit alternativen Energiequellen zukunftsweisende Energiepolitik betreibt. Dieses Modell sollte man sich im übrigen Europa zum Vorbild nehmen, statt weiter auf die tickende Zeitbombe "Atomkraft" zu setzen. Denn wenn es in Slowenien ein Erdbeben gibt, ist es zu spät - und das nicht nur für Kärnten", meint der Kärntner Energieförderreferent mit Verweis auf das störungsanfällige AKW Krsko.

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