Androsch kritisiert Finanzrahmengesetz und fordert Ganztagsschule

Bei der Pressekonferenz heute Mittwoch hat der Initiator des Volksbegehrens Bildungsinitiative (VBBI), Hannes Androsch, den Finanzrahmen für die Jahre 2012-2015 stark in Frage gestellt

Wien (OTS) - "Dieser Finanzrahmen ist viel zu wenig ambitioniert
und vor allem nicht zukunftsgestaltend. Ich habe zwar Verständnis dafür, dass gespart werden muss, aber sicher nicht bei der Bildung", so Androsch.

Weiters betont der ehemalige Finanzminister, dass es derzeit riesige Ineffizenzbereiche gäbe und dementsprechend zahlreiche Einsparungsmöglichkeiten bestehen würden. "An der Finanzierungsfrage kann eine umfassende Bildungsreform nicht scheitern", erklärt Androsch mit dem Verweis auf eine notwendige Entschlackung der behäbigen Verwaltungsstrukturen, die derzeit Unmengen an Geld verschlingen. "Nur einer von zwei Euro, die in die Bildung investiert werden, landet auch tatsächlich an der Schule selbst" unterstreicht Androsch.

Ein weiteres wichtiges Anliegen von Hannes Androsch ist die Forderung nach einem flächendeckenden Angebot an Vor- und Ganztagsschulen. "Es gibt eine Vielzahl an alleinerziehenden und -verdienenden Müttern und Elternpaaren, wo beide berufstätig sind. Man muss diese Realität anerkennen und das Schulsystem diesen Bedürfnissen anpassen. Österreich hinkt hier massiv hinterher, in nahezu allen anderen europäischen Ländern sind Ganztagsschulen die Regel". Die Vorschulen wären besonders wichtig für die frühe Sprachförderung bildungsferner Schichten, so Androsch.

Auf der Pressekonferenz wurde außerdem das "Bildungsdeck", die neue Online-Plattform des Volksbegehrens Bildungsinitiative vorgestellt. "Das Bildungsdeck ist eine Informations-, Diskussions-und Vernetzungsseite, die eine unbürokratische Teilnahme an der Bildungsdebatte, besonders für ein jüngeres Publikum, ermöglichen soll", so Theresa Aigner, Pressereferentin des VBBI. "Die Diskussion über die Zukunft der Bildung muss so breit wie möglich geführt werden und soll für alle zugänglich sein, dafür bietet das Bildungsdeck die ideale Voraussetzung", erklärt Aigner.

Abschließend rufen Hannes Androsch und das Team des Volksbegehren Bildungsinitiative erneut mit Nachdruck dazu auf, nicht nur zu klagen, sondern für ein besseres Bildungssystem unterschreiben zu gehen!

Unter www.bildungsdeck.at kann man sich über bildungsrelevante Themen informieren, diskutieren, bloggen, Fotos hochladen, Termine ankündigen, Interview- und Videobeiträge ansehen und sich mit anderen Bildungsinteressierten austauschen. Dabei soll eine lebendige Community von sozial involvierten Menschen entstehen, bei der die Bildung im Mittelpunkt steht.

Unterstützungserklärungen liegen bereits jetzt zur Unterschrift bei allen Magistratischen Bezirksämtern und Gemeinden auf, bis einschließlich 1. Juli 2011. Die Unterschrift gilt bereits für das Gesamtergebnis, die eigentliche Eintragungswoche steht noch nicht fest.

Für registrierte JournalistInnen stehen unter ww.o-ton.at Wortbeiträge der heutigen Pressekonferenz zum Download zur Verfügung, diese können aber auch auf Anfrage im Büro des Volksbegehrens Bildungsinitiative angefordert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
Mag.a Theresa Aigner, Pressereferentin
Tel.: 01/3100740-24
theresa.aigner@vbbi.at
http://www.vbbi.at/

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