Fuhrmann bei Ethik-Enquete: Jugend hat ein Recht auf Orientierung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Junge Menschen brauchen zur gesellschaftlichen Orientierung und persönlichen Entwicklung Werte, um sich mit unterschiedlichen Meinungen und Positionen kritisch auseinandersetzen zu können. In diesem Zusammenhang ist dem Elternhaus eine zentrale Verantwortung beizumessen, in weiterer Folge aber auch der Schule und selbstverständlich auch der Religionsgemeinschaft. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Jugend- und Kultursprecherin Abg. Mag. Silvia Fuhrmann anlässlich der parlamentarischen Enquete zum Thema "Werteerziehung durch Religions- und Ethikunterricht in einer offenen, pluralistischen Gesellschaft".

In einer pluralistischen Gesellschaft ist die Vermittlung von Werten ein unverzichtbarer Bestandteil in der Erziehung und Ausbildung der heranwachsenden Jugend. "Konfessioneller Religionsunterricht hat für eine werteorientierte Gesellschaft einen enorm wichtigen Stellenwert. Daran darf auch in Zukunft nicht gerüttelt werden. Aber wir müssen auch jenen jungen Menschen eine Orientierung mit moralischen Werten ermöglichen, die - aus welchen Gründen auch immer - keinen konfessionellen Unterricht besuchen. Diese sollen an einem verpflichtenden Ethikunterricht teilnehmen", betont die ÖVP-Abgeordnete.

Mit der Einführung eines verpflichtenden Ethikunterrichts soll den Jugendlichen das notwendige Rüstzeug für die Bewältigung anstehender menschlicher Herausforderungen im Leben gegeben werden. Fuhrmann:
"Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens mit schwierigen Situationen konfrontiert, z.B. Tod oder schwere Krankheit naher Angehöriger und Vertrauenspersonen. Dabei stellen sich wesentliche, unmittelbare und vor allem persönliche Sinnfragen des Lebens."

Die Evaluierung der seit mehr als zehn Jahren laufenden Schulversuche hat ergeben, dass der Ethikunterricht bei der Mehrheit der SchülerInnen akzeptiert ist. Nachweislich reduziert Ethikunterricht Ausländerfeindlichkeit und erhöht die Bereitschaft zu Rücksicht und tolerantem Handeln. "Ethikunterricht kann aus Sicht der Unterrichtenden wie der Schüler/innen die Kommunikationskultur und den Klassenzusammenhalt nachhaltig festigen. Umgesetzt werden soll der verpflichtende Ethikunterricht in einem ersten Schritt auf Ebene der Sekundarstufe 2", schloss Fuhrmann.
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