Cortolezis-Schlager: Brauchen bei Schulleistungsuntersuchungen Qualitätssicherung von der Ausschreibung bis zur Erhebung

ÖVP-Wissenschaftssprecherin zu PISA: Statistische Mängel sind offenkundig - müssen aus den negativen Schlagzeilen herauskommen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir brauchen bei internationalen Schulleistungsuntersuchungen wie PISA eine Qualitätssicherung von der Ausschreibung bis zur Erhebung und mehr Transparenz, forderte heute, Mittwoch, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich des heutigen Unterausschusses des Unterrichtsausschusses. Debattiert wurde in der Sitzung das Projekt PISA unter Berücksichtigung der Beteiligung des BIFIE sowie weitere internationale Bildungsstudien. Kein Verständnis zeigte die Abgeordnete in diesem Zusammenhang über die Meinung von DDr. Haider. Eine vollständige Veröffentlichung der Daten durch das BIFIE sei durch das im Bezug auf wissenschaftliche und statistische Arbeiten, die keine personenbezogenen Ergebnisse zum Ziel haben, durchaus erlaubt und würde viel zur Qualitätskontrolle beitragen können.

"Die Ausschreibung und Zuschlagsvergabe sind undurchsichtig erfolgt, die statistischen Mängel offenkundig", so Cortolezis-Schlager. Sie wies darauf hin, dass selbst die OECD vor der Veröffentlichung der Ergebnisse von PISA 2009 an der Validität der Ergebnisse Zweifel hegte. In Österreich fehle eine kontrollierende und qualitätssichernde wissenschaftliche Instanz hinsichtlich der Auswertung.

Müssen bereits im Kindergarten und in der Grundschule ansetzen

"Wir müssen aus den negativen Schlagzeilen herauskommen und daher aus allen Studien lernen. Besonders wichtig ist es, die Frühförderung auszubauen sowie Verbesserungen bereits in der Grundschule durchzuführen. Internationale Studien wie TIMMS (Trends in International Mathematics and Science Study) oder PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) zeigen, dass wir vor allem im Kindergarten und in der Grundschule ansetzen müssen. Die Unterschiede sind zu hoch. Der rasche Ausbau der Schulautonomie soll helfen, maßgeschneiderte Lösungen für jede Schule und jedes Kind zu finden und anzubieten. Die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Kinder und Jugendlichen selbst haben ein Recht auf eine verlässliche Qualität unseres Schulwesens", schloss Cortolezis-Schlager.
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