Brunner zu AKW-Stresstests: In dieser laschen Form schaden sie mehr als sie nützen!

Grüne fordern Stilllegung aller Risikoreaktoren

Wien (OTS) - Mit der Abschwächung der geplanten AKW-Stresstests in Europa ist eingetreten, wovor die Grünen von Anfang an gewarnt haben:
"In dieser Form schadet der Stresstest mehr als er nützt. In den kommenden Monaten wird nun nach und nach jedem Schrott-AKW in Europa ein 'bestanden' ins Zeugnis gestempelt, mit dem die Kraftwerksbetreiber zukünftig jegliche Kritik im Keim ersticken werden", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, Berlakovichs Bärendienst für Österreichs Atomsicherheit. "Dass uns dies ausgerechnet der für Umwelt zuständige Minister Berlakovich eingebrockt hat, ist bitter", so Brunner.

Die Grünen kritisieren die Tests als reine Augenauswischerei, denn die Auswirkungen eines Terrorangriffs oder menschliches Versagen werden beim Stresstest nicht berücksichtigt. "Oberste Priorität bei der Überprüfung der europäischen AKW muss die Sicherheit der BürgerInnen sein und nicht der Wunsch, den AKW eine weiße Weste zu bescheinigen", kritisiert Brunner.

"Wir brauchen keine Stresstests. Wir kennen die Risikoreaktoren, von denen derzeit die größte Gefahr ausgeht und fordern die sofortige Stilllegung dieser Zeitbomben", fordert Brunner. Alle Siedewasserreaktoren vom Typ Fukushima, alle AKW in Erdbebengebieten (z.B. Krsko/Slovenien), alle AKW ohne Schutzhülle (z.B. die grenznahen AKW Mochovce, Bohunice/Slowakei, Dukovany/Tschechien, Paks/Ungarn) und alle AKW, die älter als 30 Jahre sind, müssen sofort kontrolliert runtergefahren werden, so die Forderung der Grünen.

"Das ist der Auftrag an Berlakovich. Wenn er ihn nicht erfüllen kann, muss er zurücktreten und Platz für jemand Fähigeren machen. Was ein schwacher Umweltminister in der Atompolitik anrichtet, war jetzt wieder zu sehen", so Brunners Analyse.

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