ARGE Donauländer: Donauraumstrategie für die Menschen

Wien (OTS) - Im Rahmen der jährlichen Sitzung der ARGE Donauländer, die seit nunmehr 20 Jahren die Zusammenarbeit im Donauraum betreibt, beschäftigte man sich am Dienstag im Wappensaal des Wiener Rathauses mit der "Donauraumstrategie" der Europäischen Kommission. Die Konferenz wird von der ARGE Donauländer in Kooperation mit der Versammlung der Regionen Europas und dem Ausschuss der Regionen initiiert.

Wiens Landeshauptmann, Bürgermeister Michael Häupl, der in den Jahren 2010/11 den Vorsitz führt, stellte bei der Eröffnung fest:
"Die Stadt Wien und die Bundesländer haben sich zusammen mit dem Bund und den Städte-und Regionalnetzwerken wir der ARGE bei der Erarbeitung des "Aktionsplans" für die Donauraumstrategie sehr stark eingebracht. Dabei ist es gelungen, die Rolle der Städte, Gemeinden und Regionen bei der Umsetzung der Strategie zu verankern. Dies wird dadurch untermauert, dass drei Regionen, nämlich Baden Württemberg, Bayern und Wien - auch als Stadt - eine Koordinationsrolle bei der Umsetzung jeweils eines der elf Schwerpunktbereiche übertragen bekommen."

Der Bürgermeister betonte weiters, dass es Aufgabe sei, die Lebensqualität der Menschen in den Städten und Regionen zu heben -nur dann komme dieses große europäische Projekt bei ihnen auch an. Für Häupl ist der Schwerpunktbereich 'Governance und Kooperation' einer der Schlüsselbereiche, da er den Austausch von Know How in der Zusammenarbeit aller Ebenen der Verwaltung, in der Lösung öffentlicher Verwaltungsprobleme, der Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft, der Stärkung städtischer und regionaler Netzwerke durch Wissenstransfer in modernen Technologien und Strategien und die Intensivierung der Metropolenkooperation beinhalte. Diesen Schwerpunktbereich koordinieren Wien und Slowenien gemeinsam. Die ARGE Donauländer könne sich bei der weiteren Entwicklung der Donauraumstrategie als regionale Organisation einbringen wie auch konkrete Projekte, Ideen und Vorstellungen initiieren. "Vor allem für die Regionen, die noch nicht Mitglied der EU sind, kann die ARGE Serviceleistungen anbieten" so Häupl weiter.

In den anschließenden Panels nahmen vor allem die politischen VertreterInnen Bezug auf die Notwendigkeit, den 115 Millionen EinwohnerInnen des Donauraums die Vorteile und den Nutzen der Donauraumstrategie näher zu bringen. Ivos Nesroudal, stellvertretender Landeshauptmann von Bratislava sprach davon, dass der "Eiserne Vorhang in den Köpfen abzubauen" sei. Barbara Schwarz, niederösterreichische Landesrätin, betonte die Möglichkeit, Know How weiter zu geben, etwa beim Hochwasserschutz: "Wir müssen den Menschen klar machen, dass internationale Zusammenarbeit dabei Vorteile bringt, ebenso wie bei der Arbeitsmarktöffnung. Damit können wir auch der Angstmacherei begegnen."

Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig nannte als besonders wichtige Aufgabe, leistbaren Wohnraum zu schaffen, wofür Wien mit jahrzehntelanger Erfahrung Beispiel sein könne. In Zukunft gehe es vor allem auch um Energiesparen, Klimaschutz oder thermische Sanierung. Ludwig verwies auch auf das Projekt CENTROPE als erste internationale interregionale Kooperation, deren Erfahrungen auch in der Donauraumstrategie Anwendung finden könnten.

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