Grüne unterstützen Protest des VGT für ein Kastenstandsverbot von Mutterschweinen

Brunner fordert tiergerechte Stallsysteme

Wien (OTS) - Der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT),
Martin Balluch, wird sich ab heute für 24 Stunden in einen Käfig sperren lassen, um für ein Kastenstandsverbot von Mutterschweinen zu protestieren. "Das ist eine mutige und drastische Aktion, die eindringlich vor Augen führen wird, dass der Missstand bei der Schweinehaltung sofort abgeschafft werden muss", erklärt die Tierschutzsprecherin der Grünen, Christiane Brunner.

Das Einsperren der Mutterschweine in diese engen Eisenkäfige passiert unter dem Vorwand, dass das Muttertier die Ferkel sonst erdrücken würde. Studien beweisen jedoch, dass die Sterblichkeitsrate der Ferkel genauso gut durch strukturierte Buchten mit genug Platz für die Sauen und Ferkel gesenkt werden kann. "Die Grünen fordern daher tiergerechte Stallsysteme und deren Förderung im Rahmen der Agrarsubventionen", erläutert Brunner.

Die derzeitige Regelung in der 1. Tierschutzverordnung, die die Kastenstände erlaubt, widerspricht ganz klar den §§ 5, 13 und 16 des Tierschutzgesetzes, das gewährleistet, dass die Bewegungsfreiheit eines Tieres nicht so eingeschränkt wird, dass dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden und über einen Platz verfügt, der seinen physiologischen und ethologischen Bedürfnissen angemessen ist. Bei den sogenannten "Kastenständen" ist das ganz klar nicht der Fall und sie stehen daher im klaren Widerspruch zum Gesetz.
"Wir fordern die zuständigen Bundesminister Stöger und Berlakovich auf, sich sofort für ein Verbot der Kastenstände einzusetzen und sich nicht von der Schweineindustrie-Lobby über den Tisch ziehen zu lassen", fordert Brunner.

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