Atom - BZÖ-Widmann: Stresstests sind nur fragwürdige Sandkastenspiele

Berlakovich soll endlich Klage gegen Temelin und Mochovce einbringen

Wien (OTS) - "Bei den Stresstests für Atomkraftwerke handelt es sich nur um groß angekündigte und fragwürdige Sandkastenspiele, ohne mehr Sicherheit für die Menschen zu bringen", kritisiert BZÖ-Energiesprecher Abg. Mag. Rainer Widmann. Zudem würden die Prüfvoraussetzungen aufgeweicht. Umweltminister Berlakovich solle endlich die grenznahen AKWs bekämpfen und die BZÖ-Anträge umsetzen, sonst sei er mit seinen zahnlosen Forderungen nach einem Stresstest international unglaubwürdig, so Widmann.

"Ein Stresstest kann nur vorübergehende Hebung der Sicherheit bringen. Das Ziel aber muss sein: Raus aus Atom!", verlangt Widmann. Zudem handle es sich um "reine Alibitests, die die Atomindustrie selbst macht, weil es keine unabhängige Prüfstelle gibt", erinnert der BZÖ-Energiesprecher. Bedenklich sei auch, dass künftig etwa die möglichen Folgen von Flugzeugabstürzen oder menschlichem Versagen nicht geprüft werden sollen. Widmann: "Statt solch fragwürdige Tests zu machen, sollten die bestehenden AKW rasch für die Dauer ihrer Laufzeit auf moderne Sicherheitsstandards gebracht werden."

Widmann erinnert Berlakovich, dass das BZÖ Anträge für eine Klage gegen die Atomkraftwerke in Temelin und Mochovce eingebracht hat, weil die UVPs nicht den internationalen Bestimmungen entsprachen. "Da ist unmittelbarer Handlungsbedarf für den Umweltminister, da kann er sofort beweisen, ob die neue Anti-Atom-Haltung der Regierung wirklich ehrlich gemeint ist", erklärt Widmann.

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