Biodiversitätsstrategie - Kadenbach: Reform der Agrarsubventionen dringend erforderlich

Mitgliedstaaten müssen neue Zielsetzungen ernst nehmen

Wien (OTS/SK) - Zur gestern, Dienstag, von der EU-Kommission vorgestellten neuen Biodiversitätsstrategie merkt die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach an, dass diese prinzipiell zu begrüßen sei, auch wenn sie - entgegen den Versprechungen der Kommission - um einige Monate zu spät komme. Im Vorjahr habe man sich von EU-Seite eingestehen müssen, dass die selbstgesteckten Artenschutzziele bis 2010 nicht erreicht wurden. Deshalb sei es nun umso wichtiger, dass die neue Strategie, die im Einklang mit den Verpflichtungen, die von der EU bei der Artenschutzkonferenz in Nagoya eingegangen wurden, steht, von den Mitgliedstaaten ernst genommen werde, um den Biodiversitätsverlust bis 2020 zu stoppen. ****

"Den Beweis, dass Artenschutz nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, kann die Europäische Union bei der Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 antreten", betont Kadenbach gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Sie plädiert in diesem Zusammenhang für eine Neuausrichtung der Förderkriterien. Es müsse sichergestellt werden, dass nur jene landwirtschaftlichen Betriebe, die nicht zum Biodiversitätsverlust beitragen, subventioniert werden. "Der Verlust der Artenvielfalt ist nicht nur ein umweltpolitisches Problem, sondern hat auch weitreichende negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaften. Ein nochmaliges Verfehlen der Artenschutzziele können wir uns nicht mehr leisten", so die Europaparlamentarierin, Verfasserin der Stellungnahme des Umweltausschusses zur neuen Agrarpolitik. (Schluss) bj/mp

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