Bundesheer-Pioniere bauen dem Wiener Wasser eine Behelfsbrücke

Unterstützungseinsatz des Bundesheers im Quellgebiet der II. Hochquellenleitung dient der langfristigen Sicherung der Wiener Wasserversorgung

Wien (OTS) - Die Rechenbrücke über den Radmerbach in Weichselboden (Stmk.) muss erneuert werden. Während des Neubaus ermöglicht eine Behelfsbrücke, die durch das Bundesheer errichtet wird, die Zufahrt. "Die Rechenbrücke ist die einzige Zufahrtsmöglichkeit nach Weichselboden und somit der einzige Zugang zu einzelnen Quellfassungen und anderen wichtigen Anlagen der Wiener Wasserversorgung.", erklärt Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Zerobin, Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke (MA 31).

Die Brücke ist außerdem bedeutsam für die Erreichbarkeit der Quellschutzwälder in diesem Gebiet, wo die MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien für den Erhalt und die Pflege der Wälder verantwortlich ist. Dazu Zerobin: "Nur ein gesunder Waldbestand im Quellgebiet garantiert auch den kommenden Generationen die gleichbleibend hohe Qualität des Wiener Hochquellwassers. Schließlich liefern die in Weichselboden gelegenen Höllbachquellen einen bedeutenden Teil des Wassers der II. Hochquellenleitung. In Spitzenzeiten liegt der Anteil bei bis zu 20 Prozent der transportierten Gesamtwassermenge".

Errichtung der Behelfsbrücke und Neubau Rechenbrücke

Der Aufbau der Behelfsbrücke durch die Pioniere des Bundesheers beginnt mit 2. Mai 2011. Die Brücke wird direkt vor Ort aus Stahlelementen zusammengebaut. Anschließend wird sie von einem Schwerlastkran als Ganzes an ihre Bestimmungsstelle gehoben. Das Baukastenprinzip der Behelfsbrücke ermöglicht eine besonders kurze Bauzeit von nur vier Tagen. Danach wird die alte Brücke abgebrochen und mit Bau der neuen Rechenbrücke begonnen. Der Neubau wird durch die MA 29 - Wiener Brückenbau und Grundbau begleitet. Im November 2011 soll die Behelfsbrücke, nach der Verkehrsfreigabe der neu errichteten Rechenbrücke, wieder abgetragen werden.

Weshalb die Stadt Wien in der Steiermark Brücken baut

Vor mehr als hundert Jahren erwarb die Stadt Wien im Bereich Weichselboden Liegenschaften zur Fassung und Ableitung der Hochquellen. 1906 verpflichtete die Bezirkshauptmannschaft Liezen als damals zuständige Wasserrechtsbehörde die Stadt Wien unter anderem dazu, die Zufahrtsstraße zum Ortsteil Weichselboden samt den hier befindlichen Brücken zu erhalten.

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